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IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

Kings drehen Rückstand zum 1-0 in Serie

Donnerstag, 06.05.2014 / 8:05 AM / NHL.com/de - Eishockey.com

Von Stefan Herget - Eishockey.com

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Kings drehen Rückstand zum 1-0 in Serie
Los Angeles gewinnt den Auftakt des Stanley Cup Finales 2014 in der Verlängerung.

Westküste gegen Ostküste, Los Angeles gegen New York, zwei Metropolen, aber nur einen Cup, der Stanley Cup, die älteste Sporttrophäe der Welt. Das NHL-Finale soll die bisher absolvierten 88 Playoffspiele, die von Spannung, Intensität, dramatischen Wendungen und Durchhaltevermögen geprägt waren, noch toppen. Die NHL ist zweifelsohne im Aufwind, was nicht nur erneut steigende Zuschauerzahlen und Einschaltquoten im Fernsehen zeigen, sondern auch die Ticketpreise für diese Finalserie. Vierstellige Beträge sind fällig, wer sich einen Platz in den Arenen Staples Center und insbesondere im Madison Square Garden sichern will.

Wem diese Preise nicht zu teuer waren und gekommen war wurde zumindest nicht enttäuscht. Nach dem Eröffnungsbully durch keinen Geringeren als "The Great One" Wayne Gretzky, der in seiner Karriere für beide Mannschaften spielte, war gleich zu Beginn zu merken, dass einiges an Nervosität im Spiel war. Besser agierten zunächst die Gäste. Chris Kreider stand bereits nach 70 Sekunden plötzlich alleine vor Jonathan Quick, der aber blitzschnell reagierte und mit seinem Schläger den Puck dem verdutzten Kreider wegschob. In der 3. Minute folgte ein Fehlpass von Kyle Clifford, der Kontrahent Carl Hagelin in der Mitte ungewollt bediente, dessen Schuss konnte Quick aber abwehren. Die erste richtig gefährliche Aktion der Kings folgte in der 6. Minute, als Jake Muzzin abzog, Henrik Lundqvist jedoch den Puck knapp an seinem rechten Pfosten vorbeilenken konnte. Nach zwei weiteren Schüssen auf ihn, tauchten die Rangers wieder vor Quick auf, Jarret Stoll kam in Nachfassen Rick Nash knapp zuvor.

Zur Mitte des Drittels prüfte Martin St. Louis zwei Mal den gegnerischen Schlussmann. Die erste Überzahl für die Rangers nach Hinausstellung von Alec Martinez blieb entsprechend ihrer bisherigen Erfolgsquote von nur knapp 13 Prozent wirkungslos. In der Folge war New York präsenter und ging in der 12. Minute in Führung. Benoit Pouliot erkämpfte sich die Scheibe gegen Drew Doughty und zog auf und davon, weil dessen Verteidigerkollege Muzzin stolperte. Eiskalt verwandelte er unter die Latte zum 1-0. Als kurz darauf Mats Zuccarello auf die Strafbank musste, legten die Rangers nach. Hagelin zog in seiner unnachahmlichen Art an, hatte allerdings Glück, dass der ihn verfolgende Slava Voynov den Puck ins eigene Tor abfälschte. Die Rangers hätten nun nachlegen können, doch die Kings kamen zurück. Jeff Carter und Clifford tauchten vor Lundqvist auf, Derek Stepan hätte klären können, doch er gab beiden eine zweite Chance, die Clifford auf Pass von Carter zum Anschlusstreffer nutzte. Insgesamt 27 Torschüsse wurden im ersten Drittel verbucht.

Die hohe Dichte der Gelegenheiten aus den ersten 20 Minuten nahm nach Wiederbeginn etwas ab. Den Trainern Alain Vigneault und Darryl Sutter gefiel offenbar die gezeigte freizügige Spielweise nicht zu sehr, denn vor allem das körperliche Spiel nahm an Fahrt auf. Die schönste Szene lieferte schließlich Doughty, der sich mit dem 2-2 Ausgleich in der 27. Minute selbst beschenkte. Er nutzte den ihn gegebenen Raum, zog an Derek Dorsett vorbei und hatte dann noch Zeit zu schauen, ehe er Lundqvist das Spielgerät unter der rechten Achsel hindurch schlenzte. Zuvor hatten die Rangers im Powerplay eine Gelegenheit die Führung auszubauen, doch Zuccarello traf im Nachfassen das leere Tor nicht. In der 30. Minute konnte Hausherr Trevor Lewis seine Schnelligkeit ausspielen, als er zwischen Kevin Klein und Raphael Diaz hindurch zum Alleingang ansetzte, aber an Lundqvist scheiterte. Im Gegenzug zeigten die Rangers einen schönen Spielzug ohne Happy End. In der Folge war weiterhin keine Mannschaft überlegen, jede hatte ihre Möglichkeiten in Führung zu gehen. Quick und Lundqvist sorgten indes dafür, dass es Unentschieden in die zweite Drittelpause ging.

Die Kings kamen besser aus der Kabine und wollten jetzt die Führung in ihrem Heimspiel. Plötzlich zeigte sich die Reihe um Anze Kopitar und Marian Gaborik präsenter, die vorher kaum aufgefallen war. Aber auch Verteidiger Willie Mitchell prüfte Lundqvist mit Distanzschüssen. Die fehlende Ausbeute in Überzahl setzte sich nach Hinausstellung von Dan Girardi fort. Los Angeles wirkte jetzt trotzdem präsenter und die Rangers suchten ihr Heil in Entlastungsangriffen. So musste Quick in der 52. Minute nach einem Schuss von St. Louis seine Klasse unter Beweis stellen. Auf der anderen Seite hatte Tyler Toffoli knapp drei Minuten später das wohl entscheidende Tor am Schläger, doch Girardi konnte einen kontrollierten Abschluss gerade noch verhindern. Als Brian Boyle 1:36 Minuten vor dem vermeintlichen Ende wegen eines Stockschlags hinaus musste, überschlugen sich noch einmal die Ereignisse. Erst stürmte wieder Hagelin alleine auf Quick zu, der mit einem grandiosen Reflex rettete. Unmittelbar danach umkurvte Carter den gegnerischen Kasten und Lundqvist schmiss alles rein, was er hatte, um ein Überqueren des Pucks von der Torlinie zu verhindern. Nach 41 zu 25 Torschüssen, 20 zu 3 zu Gunsten der Gastgeber im 3. Drittel, ging es in die Verlängerung.

Dort versuchten beide Teams gleich Akzente zu setzen, allerdings verhinderten die Defensivabteilung zunächst schlimmeres. Die Entscheidung dann in der 65. Minute. Ausgangspunkt war Girardi, der beim Klären erst den Puck verfehlte und beim zweiten Anlauf den vor ihm stehenden Tanner Pearson anschoss. Von dort sprang die Scheibe zu Justin Williams, der frei vor Lundqvist präzise ins Eck einnetzte. Der Sieg ging letztendlich aufgrund der Spielanteile in Ordnung, doch die Rangers hatten ihre Chancen mehr aus dieser Begegnung zu machen.

Fortsetzung am Sonntag früh um 1 Uhr MESZ bei Spiel 2 der Serie. Wenn es so wie heute weitergeht, kann sich der Fan darauf freuen.