Wir haben die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie aktualisiert. Durch die fortgesetzte Nutzung der Online-Services der NHL erklären Sie sich mit diesen aktualisierten Dokumenten und der Schlichtung von Streitigkeiten durch Schiedsverfahren einverstanden.
Willkommen |Konto|Abmelden 
NEU! MELDEN SIE SICH BEI IHREM SOZIALEN NETZWERK AN
ODER
 
IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

Wer gewinnt den Cup?

Montag, 06.02.2014 / 3:55 PM / NHL.com/de - Eishockey.com

Von Bernd Roesch - Eishockey.com

Teile es mit Freunden


Wer gewinnt den Cup?
Wer gewinnt den Cup?

Der Höhepunkt dieses Eishockeyjahres steht kurz bevor. Ab Mittwoch treten die New York Rangers und die Los Angeles Kings im Stanley Cup Finale 2014 gegeneinander an. Eine Endspielserie, die man vor der Saison 2013/14 so nicht erwarten konnte. Es wird das erst dritte Aufeinandertreffen zwischen den beiden Mannschaften in den NHL-Playoffs sein. Zuletzt hatten sie vor 33 Jahren in der ersten Playoffrunde das Vergnügen sich zu begegnen. Damals gewannen die Rangers die im Best-of-Five Modus ausgespielte Serie mit 3-1 Siegen.

Auch zwei Jahre zuvor, im Jahre 1979, damals gab es noch eine Art Playoffvorrunde, in der zwei Siege genügten, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren, behielten die Rangers mit 2-0 die Oberhand. Rückschlüsse auf den Ausgang des jetzigen Finales können auch nicht aus den Ergebnissen der abgelaufenen regulären Saison geschlossen werden. Zweimal hatten beide Teams das Vergnügen miteinander. Bereits Anfang Oktober siegten die Rangers im Staples Center von L.A. mit 3-1 und fünf Wochen danach gewannen die Kings im Madison Square Garden von New York mit 1-0. Das letzte Aufeinandertreffen liegt also mittlerweile schon über sechs Monate zurück.

Für die Kings ist es nach 1993 und 2012, dem Jahr in dem sie den Stanley Cup gewinnen konnten, die dritte Finalteilnahme. Die Rangers stehen zum zehnten Mal in einem Endspiel. Viermal (1928, 1933, 1944 und 1994) konnten sie am Ende die begehrte Eishockeytrophäe als Sieger in die Höhe hieven.

In den ersten drei Runden der diesjährigen Playoffs gelang es beiden Mannschaften durch ihren ausgesprochenen Siegeswillen zu überzeugen. Die Rangers warfen zuerst die Philadelphia Flyers (4-3) aus dem Rennen, landeten anschließend mit 4-3 Siegen gegen die hochfavorisierten Pittsburgh Penguins einen großen Coup und beendeten danach gegen die Montreal Canadiens (4-2) die kanadischen Hoffnungen, den Cup in das Mutterland des Eishockeys holen zu können. Noch spektakulärer gestaltete sich der Einzug der Südkalifornier in das Finale. In allen drei Playoffrunden hatten sie zunächst auswärts anzutreten.

Gegen die San Jose Sharks lagen sie bereits mit 0-3 im Hintertreffen, um die Serie dann doch noch für sich zu entscheiden. Auch gegen ihre Nachbarn aus Anaheim gewannen sie das alles entscheidende siebte Spiel auf fremden Eis und schließlich beendeten sie in der Nacht von Sonntag auf Montag den Traum der Chicago Blackhawks von einer erfolgreichen Titelverteidigung mit einem spektakulären 5-4 Overtimesieg im siebten Spiel in deren heimischen Arena.

Worin liegen die speziellen Stärken der Kontrahenten? Auf der Torhüterposition haben die New Yorker ein klares Plus. Ihr Schlussmann Henrik Lundqvist absolvierte bisher überragende Playoffs. Mit einer Rettungsquote von 92,8 Prozent führt er die Torhüterstatistik an und auch mit seinem Gegentrefferschnitt von 2,03 liegt er deutlich vor Jonathan Quick, seinem Konkurrenten aus Los Angeles, der im Durchschnitt 2,86 Treffer pro Partie hinnehmen musste. Lundqvist ist mit seiner gezeigten Performance durchaus ein Kandidat für die Conn Smythe Trophy, die an den wertvollsten Spieler der Stanley Cup Playoffs verliehen wird. Nur in Spiel 5 gegen Montreal leistete sich der schwedische Torsteher einen Ausrutscher als er vier Gegentreffer einstecken und die Partie vorzeitig verlassen musste. Seine mentale Stärke untermauerte er in der folgenden Partie gegen die Frankokanadier mit einem Shutout.

Der Star unter den Bluelinern ist zweifelsfrei Drew Doughty. Los Angeles Verteidiger zeigte eine ungemein starke Leistung im Western Conference Finale gegen Chicago, in dem er mit seinem Kollegen Jake Muzzin meistens gegen deren Topangriffsreihen auf dem Eis gestanden hatte. Ihm blieb dabei sogar noch Zeit im Angriff Akzente setzen zu können. Drei Tore und vier Assists war seine Ausbeute gegen den Titelverteidiger. Bei den Rangers ist der wichtigste Mann in der Defensive Ryan McDonagh.

Er ist mit zehn Assists, acht hiervon im Eastern Conference Finale, der erfolgreichste Vorbereiter seines Teams. Die besten +/-Werte der Rangers weisen Kevin Klein, der jedoch im Schnitt pro Partie nur gut 13 Minuten zum Einsatz kam, mit +7 und Anton Stralman mit +6 vor. Aus Schweizer Sicht ist es erfreulich, dass auch Raphael Diaz im sechsten Spiel des Conference Finales als Partner von Klein am Rangers Erfolg teilhaben konnte.

Eine hochkonzentrierte Defensivarbeit wird vonnöten sein, um die extrem starken Angriffsformationen der Kings im Zaum zu halten. Sechs Spieler im Kader der Kings haben mehr Scorerpunkte als der beste Ranger. Angeführt wird die Offensivphalanx der Kalifornier von Center Anze Kopitar (5 Tore, 19 Assists) vor Justin Williams, dem gegen Chicago fünf Treffer und sechs Vorlagen gelungen waren, bis hin zum erst 22 Jahre alten Tyler Toffoli (7 Tore, 6 Assists).

Ihr erfolgreichster Torschütze ist der erfahrene slowakische Flügelstürmer Marian Gaborik mit zwölf Treffern. Und die Rangers? Sie haben keine Top-Angriffsformation. Keiner ihrer Stürmer hat mehr als die 13 Scorerpunkte von Martin St. Louis und Derek Stepan. Ihre ersten drei Reihen konnten jedoch durchgehend punkten und sind daher für den Gegner schwer ausrechenbar.

Zum Schluss noch ein Blick auf die Special Teams. Auch wenn sie mit 85,9 Prozent eine klasse Penalty Killing Quote vorweisen, für die Rangers wird es wichtig sein von der Strafbank fern zu bleiben. Die Kings haben vor allem in den Spielen gegen Chicago ihr Überzahlspiel exorbitant verbessert und konnten mit 25,4 Prozent jedes vierte Powerplay mit einem Treffer abschließen.

Mein Tipp: Los Angeles gewinnt den Stanley Cup mit 4-2 Siegen