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U20 WM: Das waren die Viertelfinale

Donnerstag, 01.02.2014 / 11:26 PM / NHL.com/de - Junioren Eishockey-Weltmeisterschaft 2014
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U20 WM: Das waren die Viertelfinale
U20 WM: Das waren die Viertelfinale

Wer kann sich den Traum vom Halbfinale erfüllen? Diese Frage stand heute im schwedischen Malmö bei der IIHF U20-Juniorenweltmeisterschaft im Mittelpunkt. Vier Partien standen in den Viertelfinals auf dem Programm und die Teilnehmer waren die im Vorfeld erwarteten Kandidaten.

USA - RUSSLAND 3-5 (3-2/0-2/0-1)

Einen Knaller gab es gleich im ersten Match, in dem die US-Amerikaner als Goldmedaillengewinner vom Vorjahr auf Russland, das sich nur als Viertplatzierter der Gruppe A qualifizieren konnte, trafen. Beide Mannschaften starteten sehr offensiv in die Partie und ließen ein ums andere Mal ihre Schlussleute im Stich. Nach gerade einmal sechs Minuten brachte Russlands Topscorer des Turniers Mikhail Grigorenko seine Farben mit seinem vierten Turniertor in Front. Die Antwort der US-Boys durch Stefan Matteau, wie auch die erneute Führung der Sbornaja von Pavel Buchnevich ließ nicht lange auf sich warten. Anschließend bekamen die Nordamerikaner ein spielerisches Übergewicht und erarbeiteten sich einige gute Einschussmöglichkeiten, wovon Ryan Hartmann und Nikolas Kerdiles zwei zum 3-2 Pausenstand nutzten. Im Mittelabschnitt bekamen die Titelverteidiger postwendend eine Gelegenheit bei Überzahl ihren Vorsprung auszubauen, doch diese Chance ließen sie ebenso ungenutzt, wie jene als Skladnichenko nach einer halben Stunde sich wegen eines Checks zum Kopf 10+2 Strafminuten einheimste. Wie man im Powerplay erfolgreich ist, das bekamen sie von Nikita Zadorov gezeigt, der binnen 61 Sekunden bei nummerischer Überlegenheit seine Mannschaft wieder in Front schoss. Im letzten Spielabschnitt verlegte sich das Team von Headcoach Mikhail Varnakov vor allem aufs Kontern, die Amerikaner bekamen wieder mehr Spielanteile, scheiterten aber immer wieder an dem sicher agierenden Andrei Vasilevski im Tor der Osteuropäer. Als dann in der Schlussminute Jon Gillies seinen Kasten zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte, war es Pavel Buchnevich, der einen katastrophalen Fehler von Matt Grzelcyk ausnutzte, um die Entscheidung mit einem Empty Net Goal zum 5-3 Endstand herzustellen. Grzelcyk war an der blauen Linie unbedrängt gestolpert und hatte die Scheibe an den Russen verloren. So blieben die US-Amerikaner auch im fünften Aufeinandertreffen der WM-Geschichte gegen die Sbornaja in einem Ausscheidungsspiel sieglos.

FINNLAND - TSCHECHIEN 5-3 (1-1/1-2/3-0)

Zwei Drittel lang gelang es den tschechischen Junioren auch ohne ihren für dieses Spiel gesperrten Verteidiger Patrik Marcel den favorisierten Finnen Widerstand zu leisten. Selbst durch ein frühes Gegentor von Saku Manealanen ließen sie sich nicht aus der Spur werfen. Nur 45 Sekunden später glich Dominik Simon zum 1-1 aus. Anschließend hatten die Suomi zwar mehr vom Spiel und erarbeiteten sich auch einen Vorteil bei den Torschüssen. Dies war aber hauptsächlich auf ein Powerplay zurückzuführen, das sich den Skandinaviern Ende des Eröffnungsdrittels geboten hatte. Die Tschechen überstanden selbst diese fast zweiminütige 3 gegen 5 Unterzahlsituation bravourös und hielten das Remis bis zur Pausensirene. Nach einer halben Stunde nahm dann die Partie richtig Fahrt auf, vor allem zu Gunsten des Außenseiters. Martin Prochazka, erneut war Verteidiger Simon, der Schütze zum Ausgleich, beteiligt und Radek Faksa brachten mit ihren Treffern binnen 106 Sekunden die tschechische Auswahl mit 3-1 in Front. Die Wende für die Finnen leiteten Juuso Ikonen, kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts und Henri Ikonen kurz danach mit ihren zwei Toren ein. Nun war der Bann gebrochen. Die tschechische U20-Auswahl konnte nichts mehr zulegen und die Folge daraus war der Gegentreffer von Saku Kinnonen. Als der tschechische Cheftrainer Miroslav Prerost noch seinen Schlussmann Marek Langhammer für einen weiteren Feldspieler herausnahm, nutzten die Finnen den Freiraum des verwaisten Kastens um mit einem 'Empty Netter' den 5-3 Endstand herzustellen. Die Partie endete wie sie begonnen hatte mit einem Treffer von Manealanen auf Vorarbeit von Teuvo Teravainen.

KANADA - SCHWEIZ 4-1 (1-0/1-1/2-0)

Die Schweiz gegen Kanada, das ist im Eishockey David gegen Goliath, vor allem bei den Junioren. Seit der ersten Junioren Weltmeisterschaft in 1977 trafen beide Teams 19 Mal aufeinander und alle Partien haben die Kanadier gewonnen. Heute Abend folgte ihr 20. Sieg, doch die Schweizer Auswahl kann sich erhobenen Hauptes aus Malmö verabschieden. Bis zur 19. Spielminute verhinderten sie durch eine konsequente, mannschaftlich geschlossene Defensivvorstellung, dass sich die Kanadier kaum nennenswerte Torchancen erarbeiten konnten und nur zu vier Torschüssen kamen. Der fünfte, der von Griffin Reinhart, landete dann aber doch hinter Schlussmann Melvin Nyfeller im Kasten und es stand zur Drittelpause 1-0 für die Favoriten. Im Mittelabschnitt gelang es den Nordamerikanern mehr Druck aufzubauen, um nach einer knappen halben Stunde ihren Vorsprung auszubauen bedurfte es jedoch eines Penaltys, den der Schweizer Teamkapitän Lukas Balmelli gegen Anthony Mantha verursacht hatte. Mantha verwandelte und es stand 2-0. Hoffnung konnte die Schweizer U20-Nati noch einmal schöpfen, als Nico Dunner nur eine Sekunde vor dem Ende des zweiten Durchgangs überraschend der Anschlusstreffer gelang. Aus einem Wunder von Malmö wurde es jedoch nichts. Die Jungs aus der Alpenrepublik gaben sich nicht auf, auch nicht nachdem Curtis Lazar in der fünften Minute des Schlussabschnitts den alten 2-Tore-Abstand wieder herstellen konnte, und erarbeiteten sich selbst Einschussmöglichkeiten. Die Entscheidung für die Ahornblätter besorgte schließlich Jonathan Drouin mit dem Treffer zum 4-1 knapp sechs Minuten vor Spielende.

SCHWEDEN - SLOWAKEI 6-0 (2-0/2-0/2-0)

Nicht den Hauch einer Chance ließ Gastgeber Schweden der in der Gruppe B viertplatzierten Slowakei, die sie heute Abend mit 6-0 bezwangen und damit weiterhin als einzige Mannschaft des Turniers ungeschlagen sind. Vom ersten Bullypunkt weg dominierten die Skandinavier das Spielgeschehen auf dem Eis. Einzig und allein ihrem Torwart Richard Sabol hatten es die Junioren aus der Slowakei zu verdanken, dass die Partie trotz haushoher Überlegenheit ihrer Gegner bis zur Hälfte des ersten Spielabschnitts noch torlos unentschieden stand. In der elften Spielminute brach dann mit dem Treffer von Lukas Wallmark, der allein durch die gesamte Abwehr der Slowaken spazieren konnte, zum 1-0 der Bann. Noch vor der Pause erhöhte aus einem Überzahlspiel heraus Elias Lindholm auf 2-0. Im Mittelabschnitt ließen die Tre Kronors nicht so viel Zeit verstreichen bis sie wieder jubeln konnten. NHL-Rookie Filip Forsberg nutzte ein weiteres Überzahlspiel gegen die nun sichtlich überforderten Slowaken um auf 3-0 zu erhöhen und noch vor der zweiten Pause sicherte der schon erwähnte Wallmark mit dem 4-0 vorentscheidend das Halbfinalticket. Die Begegnung wurde anschließend, aufgrund des klaren Spielstands völlig unnötig, ruppiger und es hagelte Strafzeiten gegen beide Teams. Am Ergebnis änderte sich bis zur 54. Minute, als wiederum Forsberg auf 5-0 erhöhen konnte, nichts. Jakob de la Rose mit einem weiteren Powerplaytreffer stellte schließlich den Endstand her und der wenig beschäftigte Schlussmann der Schweden, Oskar Dansk, durfte sich mit 18 gehaltenen Schüssen über seinen Shutout freuen.

In den am Samstag stattfindenden Halbfinale werden nun die Schweden auf Russland und Kanada auf Finnland treffen.