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U20 WM: Überraschungen, aber alles beim Alten

Von Stefan Herget - Eishockey.com

Groß war der Jubel, als die zuvor von den Gegnern Kanada (2-7), Slowakei (2-9) und USA (0-8) abgefertigten Deutschen U20 Junioren an ihrem letzten Gruppenspieltag der Weltmeisterschaft in Schweden Tschechien sensationell mit 3-0 besiegen konnten. Ausgerechnet den Nachbarn, der zwei Tage zuvor völlig überraschend Mitfavorit Kanada mit 5-4 im Shootout bezwingen und den ersten Sieg gegen die Nordamerikaner in dieser Juniorenklasse seit 1993, damals noch zusammen mit der Slowakei, feiern konnte.

„Heute haben wir von Anfang an eine kompakte und kämpferische Teamleistung gezeigt“, war natürlich auch Bundestrainer Ernst Höfner sehr zufrieden mit seinen Jungs, die durch Verletzungen und einer Sperre gegen Kapitän Leon Draisaitl ersatzgeschwächt nur mit 17 Akteuren ins Spiel gingen. „Alle Spieler haben heute eine Top-Leistung gezeigt und sind als Mannschaft zusammen gestanden“, wollte Höfner keine Ausnahme machen, doch Torhüter Marvin Cüpper mit 40 Saves, sowie die Stürmer Frederik Tiffels mit zwei Treffern und einer Vorlage und Dominik Kahun mit einem Tor und ebenfalls einem Assist waren zweifelsohne die Matchwinner.

Allerdings wurde der Sieg der Deutschen am heutigen Silvestertag wertlos, denn die Tschechen gaben sich im letzten Spiel gegen die Slowakei keine Blöße und verabschiedeten sich wieder vom vorübergehend eingenommenen letzten Platz der Gruppe A mit einem überzeugenden und nie gefährdeten 4-1 Sieg. Tschechien wird damit noch Dritter und die Slowakei am Ende Vierter. Somit muss Deutschland ab Donnerstag (2.1. um 11 Uhr, 3.1. um 16 Uhr und falls nötig 5.1. um 12 Uhr) in einem Best-of-Three Modus gegen Norwegen um den Verbleib in der Elitegruppe spielen.

Dieser Gegner stand bereits am Montag fest und darf keinesfalls unterschätzt werden. Die Skandinavier boten nämlich in ihrem abschließenden Gruppenspiel gegen die Schweiz eine bravouröse Leistung und mussten sich am Ende nur knapp 2-3 geschlagen geben. Für die Eidgenossen wäre es eine herbe Enttäuschung gewesen, wenn das Spiel ins Auge gegangen wäre. Lange liefen Sie einem 0-1 Rückstand aus der 11. Minute hinterher, ehe Fabrice Herzog in der 35. Minute in doppelter Überzahl ausgleichen konnte. Nach jeweils einem weiteren Tor auf beiden Seiten sorgte Verteidiger Anthony Rouiller in der 52. Minute erneut im Powerplay für die Entscheidung, die in den letzten Minuten mit Mann und Maus verteidigt werden musste.

Im letzten Jahr sorgten die Schweizer mit tollen Leistungen für Furore und schnupperten am Tor zum Halbfinale, doch in diesem Jahr hingen die Trauben zu Beginn etwas höher. Nach der 3-5 Niederlage zum Auftakt gegen die schwedischen Gastgeber, setzte es gegen Russland eine herbe 1-7 Schlappe. Zum Glück behielten die Jungs von Trainer Colin Muller gegen Norwegen die Nerven und standen deswegen vor dem abschließenden Gruppenspiel heute gegen Finnland bereits im Viertelfinale. Dort spielten sie befreit auf und zwangen den Favoriten an den Rande einer Niederlage. 3-1 führten die Schweizer bereits nach 30 Minuten, doch die starken Finnen kamen zurück und erkämpften sich die Verlängerung. Der Schweizer Nachwuchs schaffte es schließlich sich mit 4-3 im Penaltyschießen durchzusetzen. Claude Paschoud verwandelte als Einziger den 12. Versuch eines Spielers. Der Sieg änderte zwar nichts mehr an der Tabellensituation, er macht jedoch Hoffnung für die anstehende schwere Aufgabe in der Runde der besten Acht.

Dort treffen die Schweizer als Vierter der Gruppe B auf Kanada. Diese mussten das Abschlussspiel der Gruppe A gegen die USA nach ihrem Patzer gegen Tschechien für Platz 1 unbedingt in regulärer Spielzeit gewinnen. Aber die amerikanischen Titelverteidiger, die im letzten Jahr schon im Halbfinale nach einem deutlichen 5-1 Erfolg Endstation für das Mutterland des Eishockeys waren, gingen favorisiert in die Partie, nachdem ihre Gegner am Tag zuvor auch gegen die Slowakei ernsthafte Probleme hatten und nur durch drei Treffer in den letzten sechs Minuten am Ende 5-3 siegreich blieben.

In einer stets umkämpften Begegnung gewannen die Ahornblätter aber am Ende mit 3-2 und setzten sich so in der Gruppe A mit zehn Punkten als Erster vor ihren heutigen Kontrahenten (9 Punkte) durch. USA Kapitän Riley Barber brachte seine Farben in Unterzahl nach 24 Minuten in Führung, die von Nic Petan in der 33. Minute ausgleichen konnte. Connor McDavid (44.) und Curtis Lazar (47.) in Überzahl besorgten den Kanadiern einen entscheidenden 3-1 Vorsprung, den Stefan Matteau (58.) nur noch verkürzen konnte.

In der Gruppe B sicherte sich der Gastgeber Schweden durch letztendlich vier Siege den ersten Platz. Sie behielten heute gegen Russland vor 11.528 Zuschauer knapp mit 3-2 die Oberhand. Die 2-0 Führung nach dem ersten Drittel, glichen die Osteuropäer bis zur 52. Minute aus, ehe Jacob de la Rose etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende für den umjubelten Siegtreffer sorgte. Nachdem die russischen Junioren auch Finnland mit 1-4 unterlegen waren, müssen sie sich mit sechs Punkten nur mit dem dritten Platz in der Gruppe begnügen und stehen schon im Viertelfinale einem Schwergewicht gegenüber.

Damit kommt es am Donnerstag zu folgenden Viertelfinalbegegnungen:

Schweden – Slowakei

Finnland – Tschechien

Russland – USA

Schweiz – Kanada

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass mit Martin Reway und David Griger mit jeweils zehn Punkten zwei Slowaken die Scorerliste anführen. Der Kanadier Anthony Mantha ist der dritte im Bunde der diese Punktzahl vorweisen kann. Milan Kolena (Slowakei) und Jonathan Drouin (Kanada) folgen mit acht Scorerpunkten.

CONFERENCE VIERTELFINALE
geg.
Bruins führen in der Serie 2-1
geg.
Canadiens gewinnen Serie 4-0
geg.
Penguins führen in der Serie 2-1
geg.
Rangers führen in der Serie 2-1
geg.
Avalanche führen in der Serie 2-1
geg.
Blues führen in der Serie 2-1
geg.
Ducks führen in der Serie 2-1
geg.
Sharks führen in der Serie 3-0