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IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

    Legenden im Maple Leaf Gardens und der HHOF

    Dienstag, 11.12.2013 / 5:32 PM / NHL.com/de - Eishockey.com

    Von Uwe Werkmeister - Eishockey.com

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    Legenden im Maple Leaf Gardens und der HHOF
    Legenden im Maple Leaf Gardens und der HHOF

    Das Wochenende vom 8.-11. November stand für die NHL und deren Anhänger ganz im Zeichen der feierlichen Aufnahme von verdienstvollen Aktiven und Trainern in die legendäre "Hockey Hall of Fame" in Toronto. Im Rahmen dieses Events wurd auch ein Eishockeyspiel im altehrwürdigen Maple Leaf Gardens ausgetragen.

    Der Maple Leaf Gardens an der Ecke Carlton-/Church Street, unweit der berühmten Yonge Street und dem bekannten Eaton Center, einem Einkaufsparadies, gelegen, wurde 1931 in nur gut fünf Monaten erbaut. In diesem kolossalen Gebäude errangen die Toronto Maple Leafs elf ihrer 13 Stanley-Cup-Erfolge, und alle, welche sie unter ihrem noch heute verwendeten Namen "Toronto Maple Leafs" errangen. Bei den vorherigen Titeln 1917/18 und 1921/22 hieß das Team vom Ontario-See noch "Toronto Arenas" und beim zweiten Sieg "Toronto St. Patrick".

    Der Bau des Maple Leaf Gardens mit einem Fassungsvermögen von 13.500 Besuchern wurde zum damaligen Zeitpunkt notwendig, weil die berühmten Konkurrenten in der National Hockey League ebenfalls neue, moderne Stadien errichteten. Die New York Rangers spielten im Madisons Square Garden vor maximal 16.000 Anhängern, die Chicago Black Hawks im Chicago Stadium vor mehr als 15.000 Menschen und auch das Detroit Olympia, der Boston Garden oder das Montreal Forum fassten weit mehr Fans als das alte Stadion in Toronto. Am 12. November wurde die "Cathedral of Hockey" mit einem NHL-Spiel gegen die Chicago Black Hawks eröffnet. In dieser Saison gewannen die Maple Leafs auch den Stanley Cup.

    So wie heute ebenfalls üblich, wurden schon zum damaligen Zeitpunkt die Hallen "multifunktional" verwendet. Neben den Maple Leafs nutzten auch andere Hockeyteams die Eisfläche, darunter bis 1989 die Toronto Marlboros, das damalige Farmteam der Leafs.

    Jedoch fanden auch ganz andere Sportarten Zugang zum Garden, Wrestling, Radsport, Basketball und Leichtathletik sorgten für viel Begeisterung bei den zahlreichen Zuschauern.

    1966 bezwang Muhammad Ali in einem Schwergewichtsboxkampf den aus Toronto stammenden kanadischen Volkshelden George Chuvalo, dessen Bildnis noch heute die Torwartmaske von Ray Emery ziert.

    Neben Musical- und Varietee-Aufführungen fanden weitere Events aus allen Bereichen des Lebens im Garden ein zu Hause. Winston Churchill hielt eine seiner berühmten Reden, Elvis Presley, die Beatles, Frank Sinatra, Madonna und andere Stars aus dem Show-Business traten auf, religiöse Veranstaltungen wurden abgehalten.

    Ähnliche Zwänge wie schon 1931 führten 1999 zum Bau einer neuen Spielstätte. Das Air Canada Center entstand, gelegen an der Bay Street unweit des Ontario Sees. Wie zu Beginn der Ära fand auch das letzte NHL Spiel im Maple Leaf Gardens gegen die Chicago Blackhawks statt.

    Seitdem wurde es ruhig um diese so ruhmreiche Spielstätte. Einige Besitzerwechsel bescherten dem Gebäude eine ungewisse Zukunft. 2007 wurde es in die Liste der "National Historic Site" aufgenommen, einer in Kanada bekannten Auflistung historischer Denkmäler.

    Inzwischen wurde das Gebäude umgebaut, die Zukunft scheint gesichert. Der offizielle Name lautet mittlerweile "Mattamy Athletik Centre at the Gardens". Ein moderner Supermarkt, eine Kochschule und andere Geschäfte werden dort beherbergt, aber auch ein Sportkomplex für die Reyerson University ist in der nach wie vor unveränderten Gebäudehülle zu finden. Im Zentrum dieser Sportstätte befindet sich ein Eisstadion, welches rund 2.800 Besuchern Platz bietet.

    Genau hier, in diesem Stadion, trafen sich am 10. November 2013, im Rahmen der Hall of Fame - Aufnahme zwei "Legenden-Teams". Angeführt von Lenny McDonald und Darryl Sittler waren solch berühmte Spieler wie Ed Belfour, Doug Gilmour, Darcy Tucker, Borje Salming, Joe Nieuwendyk oder Wendel Clark auf dem Eis zu sehen. Mit von der Partie waren auch die in die Ruhmeshalle aufzunehmenden Spieler und Spielerinnen wie Geraldine Heaney, Chris Chelios, Scott Niedermayer und Brendan Shanahan.

    Eines ist sicher: Ein großer Hauch von Tradition, Geschichte, Erfolg und Nostalgie hat diese Veranstaltung überzogen.