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IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

100 Punkte. Eine magische Zahl

Mittwoch, 10.02.2013 / 4:22 PM / NHL.com/de - Eishockey.com

Von Bernd Roesch - Eishockey.com

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100 Punkte. Eine magische Zahl
100 Punkte. Eine magische Zahl

Die Saison 2013/14 ist eröffnet und wir alle dürfen uns auf eine hochspannende Saison mit packenden, hartumkämpften Partien freuen. Tore sind dabei das sprichwörtliche Salz in der Suppe und die Jagd darauf hat in der National Hockey League heute Nacht begonnen. Somit ist es auch keineswegs abwegig sich postwendend die Frage zu stellen, wie vielen Spielern es in diesem Jahr gelingen könnte die 100-Punkte Marke zu knacken. Wer ist vermutlich in der Lage in die Phalanx außergewöhnlicher Spieler, denen es in der 96-jährigen Geschichte der NHL bisher geglückt war diese Marke zu erreichen, einzudringen und sich damit auch einen Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern? Vorneweg, es gibt mehrere Kandidaten, so viele wie schon seit Jahren nicht mehr in der Liga.

Doch werfen wir zunächst einen kurzen Blick in die Vergangenheit, in jene Zeiten, in denen gleich eine zweistellige Anzahl an NHLer 100 oder mehr Scorerpunkte für sich verbuchen konnte. Diese liegen nun schon fast zwei Jahrzehnte zurück. In der Spielzeit 1995/96, einem Jahr nach einer verkürzten Saison, hatten die Protagonisten wieder richtig Lust aufs Tore schießen bekommen und gleich deren zwölf kamen über diese magische Grenze. Ist das nicht ein gutes Omen für die anstehende NHL-Saison? Damals befanden sich unter diesem illustren Kreis der 100-Punkte Scorer Namen wie Sergei Fedorov, Ron Francis und Joe Sakic, aber natürlich waren auch ein Mario Lemieux und Wayne Gretzky darunter. Wie sollte es auch anders sein, 'The Great One' ist selbstverständlich mit insgesamt 15 Spielzeiten, in denen er es zwischen 1979/80 und 1993/94 auf über 100 Scorerpunkte brachte, auch in dieser Rubrik der unangefochtene Rekordhalter.

In den folgenden Jahren bis zur Lockout-Saison 2004/05 ging die Torausbeute deutlich zurück und es wurde fast schon zu einer Rarität, dass von einem Spieler 100-Punkte erreicht wurden. Besser lief es wieder in den darauffolgenden zwei Jahren als jeweils sieben Stürmern dieses Kunststück gelang. Von diesen sind, mit Ausnahme von Sakic, auch alle noch in der NHL aktiv.

In den sechs Jahren ab der Saison 2006/07 konnten insgesamt nur noch sechs verschiedene Spieler die 100-Punkte Marke knacken. In keiner dieser Spielzeiten waren es mehr als vier pro Saison und seit 2010/11 mit Daniel Sedin und Evgeni Malkin sogar nur noch einer je Spielzeit. Selbst wenn man die auf 48 Partien verkürzte vergangene Saison auf 82 Spiele hochrechnet, wäre als einziger ihr Topscorer Martin St. Louis auf gerundete 103 Punkte gekommen.

Das sind die Spieler aus denen ich meinen Optimismus ziehe, dass wir uns in der anstehenden Saison im Vergleich zu den Vorjahren erfreulicherweise wieder auf eine Toreflut einstellen können. Es sind gleichzeitig auch die Aspiranten, denen ich zutraue 100 oder mehr Scorerpunkte erzielen zu können, so dass am Saisonende eine Handvoll dieses Ziel auch erreichen werden.

Die üblichen Verdächtigen

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen zu können, dass Pittsburghs Superstar Sidney Crosby zu den ganz großen Kandidaten zählt, die am Saisonende mehr als 100 Punkte eingefahren haben werden. Es wäre das fünfte Mal in seiner NHL-Karriere. Nicht nur das, er könnte, wie bereits 2007 geschehen, die Art Ross Trophy als bester Scorer der Liga gewinnen. Im vergangenen Jahr hatte Crosby mit durchschnittlich 1,55 Punkten pro Spiel den besten Schnitt der Liga erreicht.

Wie sein Teamkapitän Crosby kämpfte Evgeni Malkin in der Saison 2012/13 mit Verletzungsproblemen und blieb mit einem Punkteschnitt von 1,06 unter seinen Verhältnissen. In den Jahren zuvor hatte er bereits dreimal die 100-Punkte Marke geknackt. In der Spielzeit 2008/09 sogar gemeinsam mit Crosby. Warum sollte ihm dies nicht auch in der laufenden Saison gelingen.

Wenn es bei Washingtons Stürmerstar Alex Ovechkin richtig gut läuft, wenn er vom ersten Ligaspiel an Lust auf Eishockey hat, dann dürfte der dreifache Gewinner der Maurice Richard Trophy und viermalige 100-Punkte Scorer auch 2013/14 den gegnerischen Torhütern viel Kopfzerbrechen bereiten. Mit seiner Stocktechnik, seiner Präzision im Abschluss und seiner Geschwindigkeit ist er nur sehr schwer zu stoppen auf seinem Weg zur 100.

Die nachrückende Generation

105 verschiedene Spieler, darunter die oben genannten drei, konnten sich bisher in den Reigen der 100-Punkte Scorer einreihen. Drei junge Stürmer der 90er-Jahre Generation sind in diesem Jahr drauf und dran die Nummern 106 bis 108 zu werden.

Tampas Nummer 1 Draft Pick 2008, Steven Stamkos, zählt unbestritten zu den torgefährlichsten Stürmern der Liga. In der vergangenen Saison bildete er zusammen mit Martin St Louis das effektivste Angriffsduo in der NHL. In den drei Jahren zuvor war er mit 91, 97 und 95 Scorerpunkten nur ganz knapp an der 100-Punkte Marke vorbeigeschrammt. In diesem Jahr dürfte es für den 23-jährigen Center endlich klappen.

Sollten die New York Islanders ihren Überraschungserfolg vom Vorjahr überbieten können, dann auch weil ihr Center und Teamkapitän John Tavares von Jahr zu Jahr besser wird. Seinen Leistungszenit hat er mit seinen knapp 23 Jahren noch lange nicht erreicht. Er konnte jährlich seine persönliche Punktausbeute steigern und dieses Mal könnten auch die 100 Punkte fällig sein.

Der Jüngste im Bunde und der einzige meiner 100-Punkte Kandidaten von einem Team aus der Western Conference ist Taylor Hall. Der erst 21-jährige Center der Edmonton Oilers erzielte letzte Saison in 45 Partien 16 Treffer und 34 Assists. Hochgerechnet auf 82 Partien ergibt das 91,1 Scorerpunkte. Wenn man nun noch bedenkt, dass die Oilers in diesem Jahr deutlich stärker einzuschätzen sind, dann sind doch 100 Zähler für Hall durchaus im Rahmen des Möglichen.

Lassen wir uns also von der Saison 2013/14, die uns wunderschöne Tore bescheren wird, und von ihren Protagonisten begeistern!