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Mögliche Geschichten der Saison 2013-14

Donnerstag, 09.19.2013 / 8:38 PM / NHL.com/de - Saisonvorschau 2013-14

Von Stefan Herget - Eishockey.com

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Mögliche Geschichten der Saison 2013-14
Mögliche Geschichten der Saison 2013-14

Man kann Geschichte oder Geschichten schreiben. Der Unterschied ist gravierend: Während Geschichten über geschehene oder noch nicht geschehene Dinge verfasst werden und häufig Sachen beinhalten, die nicht immer den Tatsachen entsprechen müssen, hat jemand, der Geschichte schreibt, großes mit einem bleibenden Eindruck bereits vollbracht.

Ob aus den Geschichten, welche die Saison 2013-14 schreiben wird, Geschichte geschrieben werden wird, muss die Zukunft zeigen. Wir wagen einen Ausblick auf mögliche Sachverhalte, die in diese Rubrik fallen können, wohl wissend, dass in den kommenden Monaten ganz andere Dinge auftauchen werden, die es dann in den Rückblick im nächsten Sommer schaffen werden.

1. Roy und die Avs

Beginnen wir hoch in den Rocky Mountains, nämlich in Denver, der „Mile High City“. Die Ende des letzten und Anfang des neuen Jahrtausends mit zwei Stanley Cup Siegen 1996 und 2001 erfolgsverwöhnte Franchise der Colorado Avalanche kämpft um neue Reputation. Trotz Verjüngung der Mannschaft und einigen hoffnungsvollen Talenten in den Reihen gelang auch 2013 nicht der Einzug in die Playoffs. Der Sommer stand unter Aufbruchsstimmung. Josh Kroenke übernahm von seinem Vater und Eigentümer Stan die Rolle des Teampräsidenten. Er verpflichtete Joe Sakic als neuen Vizepräsidenten und dieser wiederum Patrick Roy als neuen Trainer. Der ehemalige Weltklassetorhüter gilt als akribischer Arbeiter, der unbedingt den Erfolg will und diesen von seinen Spielern einfordern wird. Interessant zu beobachten, wie Roy die Situation meistern wird, nachdem er bisher nur über Erfahrung aus dem Trainieren in Minorligen verfügt. Kann er den Avs zu neuem Glanz verhelfen?

2. Trainertausch

Bleiben wir beim Kapitel Trainer und fliegen gedanklich fast 1.800 Kilometer nordwestlich knapp hinter die amerikanisch kanadische Grenze nach Vancouver. Mit John Tortorella hat dort ein Mann den Chefposten hinter der Bande übernommen, der zuvor seit 2009 vergeblich versucht hatte, die stets favorisierten New York Rangers in das Stanley Cup Finale zu führen. Das Ziel hat er mitgenommen, denn die Vancouver Canucks sind ebenfalls ambioniert nach ihrer Finalteilnahme 2011, wo sie nach sieben Spielen knapp an den Boston Bruins gescheitert waren, endlich den silbernen Pokal in die Stadt zu holen. Als Damoklesschwert hängt über der Franchise, dass die Verträge mit den 33-jährigen Zwillingen Daniel Sedin und Henrik Sedin am Saisonende auslaufen. Gespräche sind am Laufen, aber es bleibt erst einmal abzuwarten, wie die beiden Stürmer mit dem eher defensiven Spielsystem von Tortorella zurechtkommen werden.

Eine witzige Konstellation wäre ein Stanley Cup Finale 2014 wie 1994, als die Canucks auf die Rangers trafen, denn beide Teams haben im Sommer die Trainer getauscht. Mit Alain Vigneault holten die Blueshirts denjenigen, der in Vancouver sieben Jahre lang die Geschicke der Mannschaft leitete nach Manhattan. Der Druck ist groß, denn die Rangers befinden sich an einem Scheideweg. Ihr langjähriger Leistungsträger Torhüter Henrik Lundqvist befindet sich im letzten Jahr seines Vertrages und er hat deutlich gemacht, dass er sich genau anschauen möchte, wie es sportlich weitergeht, ehe er verlängert. Auch sein Ziel ist schließlich den Stanley Cup zu gewinnen. Für wen wird sich der Trainertausch lohnen und bleibt Lundqvist den Rangers treu?

3. Neue Einteilung

Atlantic, Metropolitan, Pacific und Central Division: Das sind die neuen und überwiegend alten Namen mit neuer Besetzung. Im Vorfeld der Saison wird unter Experten und Fans heiß diskutiert, wem die neue Einteilung schadet und wem sie nützt. Wo wird es schwer sich für die Playoffs zu qualifizieren und wer hat es möglicherweise leichter? Eine Frage, deren Wahrheit wieder einmal letztendlich auf dem Eis liegt und die Zukunft zeigen muss.

4. Top Draft Picks

Geschichten schreiben können auch die Top Draft Picks. Ob das allerdings schon in ihrem ersten Jahr sein wird, ist fraglich. Nur Wenige überzeugen sofort und finden sich im rauen Umfeld der NHL schnell zurecht. Eine Eingewöhnungszeit muss den jungen Leuten zugestanden werden. Steven Stamkos, der heute zu den besten Torjägern der Liga zählt, hat seine Anlaufzeit benötigt, genauso wie John Tavares.

Nach dem Draft in New Jersey Ende Juni, wo der topgesetzte Seth Jones erst von den Nashville Predators an vierter Stelle gezogen wurde, dürfen wir gespannt sein, ob die Colorado Avalanche (Zug: Nathan MacKinnon), die Florida Panthers(Aleksander Barkov) und die Tampa Bay Lightning (Jonathan Drouin) die richtige Entscheidung getroffen haben, Jones zu meiden und jeweils einen anderen Spieler vorzuziehen.

5. Auslaufende Verträge

In San Jose laufen sie schon einige Jahre dem großen Triumph hinterher. Die kommende Saison könnte eine ganz wichtige werden, denn die Verträge der Stürmer Joe Thornton und Patrick Marleau, sowie der von Verteidiger Dan Boyle enden in Juni 2014. Sharks General Manager Doug Wilson hat schon angedeutet, dass Verhandlungen im Gange sind, aber über den Stand wurde noch nichts öffentlich gemacht.

Behalten möchten die Toronto Maple Leafs Stürmer Phil Kessel, der aber bereits betont hat, dass er während der Saison nicht verhandeln, also entweder vorher oder erst danach abschließen wird. Das erhöht den Druck auf General Manager Dave Nonis. Verteidiger Dion Phaneuf sieht das anders, jedoch stellt sich die Frage, ob die Leafs den 29-jährigen Defensivmann weiter verpflichten wollen, nachdem etliche junge Talente in der Hinterhand warten.

Nicht zu beneiden ist derzeit Buffalo Sabres Manager Darcy Regier, der einen Neuaufbau und wichtige Vertragsverlängerungen anstehen hat. Die Stützen des Teams, Torhüter Ryan Miller und Torjäger Thomas Vanek, sind nur noch diese Saison gebunden und beide wollen genau wissen, auf was sie sich einlassen, sollten sie die Unterschrift leisten. Denn eines ist für beide klar: Sie wollen in einer Mannschaft mit Möglichkeiten zum Cupgewinn spielen.

Weitere wichtige Spieler, deren Verträge 2014 auslaufen: Dave Bolland(TOR), Mike Cammalleri (CAL), Brian Elliott (STL), Marian Gaborik (CBJ), Brian Gionta (MON), Jaroslav Halak (STL), Dany Heatley (MIN), Ales Hemsky (EDM), Jonas Hiller (ANA), Jarome Iginla (BOS), Andrei Markov (MON), David Legwand (NAS), Milan Michalek (OTT), Brooks Orpik (PIT), Jason Pominville (MIN), Dennis Seidenberg (BOS), Paul Stastny (COL), Kimmo Timonen (PHI).