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    So lief der gesamte NHL Draft 2013

    Montag, 07.01.2013 / 4:11 PM / NHL.com/de - NHL DRAFT 2013

    Von Stefan Herget - Eishockey.com

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    So lief der gesamte NHL Draft 2013
    So lief der gesamte NHL Draft 2013

    Der NHL Draft 2013 in New Jersey ist Geschichte und beendet eine außergewöhnliche NHL-Saison. So besonders aufregend die gesamte Spielzeit war, vom Beginn bis zum Ende eines spannenden und umkämpften Stanley Cup Finales mit dem verdienten Sieger Chicago Blackhawks, so hatte auch der diesjährige Draft einige Überraschungen zu bieten.

    Zum ersten Mal seit dem Jahre 2006 wurden alle sieben Runden in einem über siebenstündigen Marathon an einem Tag abgearbeitet. Der Top Draft wurde Nathan MacKinnon durch die Colorado Avalanche. Es war in den vergangenen Tagen ein offenes Geheimnis, dass es so kommen würde. Für hektisches Treiben sorgte dann, dass die Florida Panthers an Nummer 2 nicht den topgesetzten Seth Jones wählten und deswegen für heftiges Nachdenken bei den folgenden Mannschaften Tampa Bay Lightning und Nashville Predators sorgte. Letztere entschieden sich schließlich für den Verteidiger.

    In der ersten Runde wurden außerdem mit dem Schweizer Mirco Mueller an Position 18 von den San Jose Sharks gedraftet, und den beiden in Österreich geborenen Andre Burakovsky (23. Stelle, Washington Capitals) und Marko Dano (27., Columbus Blue Jackets) drei von insgesamt neun Europäern der ersten Runde aus Mitteleuropa ausgewählt. Während Burakovsky für Malmö in Schweden spielt, ist Dano, der zwar in Österreich geboren ist, aber lange Zeit in der Slowakei aufwuchs, in der KHL für Slovan Bratislava aktiv.

    Im weiteren Verlauf schafften es letztendlich aus der Schweiz noch drei Nachwuchskräfte in die Auswahllisten der NHL-Teams: Zunächst Rechtsaußen Sven Andrighetto, der in der dritten Runde an insgesamt Position 86 von den Montreal Canadiens gezogen wurde, wo mit Raphael Diaz und Yannick Weber bereits zwei Eidgenossen engagiert sind.

    Ihm folgten Rechtsaußen Fabrice Herzog, der beim EV Zug in den Junioren aktiv ist, an Position 142 in der fünften Runde durch die Toronto Maple Leafs fixiert wurde und in der siebten Runde der an Position 186 von den Tampa Lightning gezogene Rechtsaußen Joel Vermin, der derzeit noch beim SC Bern spielt.

    Die im Katalog der Scouts geführten Talente aus Deutschland wurden nicht beachtet und ebenso wurde kein weiterer Österreicher mehr berücksichtigt.

    Die Chicago Blackhawks haben den Draft genutzt, um sich durch den Transfer von zwei Spielern ihrer Meistermannschaft zusätzliche Züge zu sichern. So wurde der Torschütze des Siegtreffers in Spiel 6 Dave Bolland an Toronto abgegeben und im Gegenzug erhielten sie drei Züge, einen davon in 2014. Zwei weitere blieben durch den Transfer von Michael Frolik zu den Winnipeg Jets hängen.

    Insgesamt waren Spieler aus 12 Nationen unter den 211 gewählten. 96 Kanadier, das sind 45,5 Prozent, stellten den Großteil davon. Es folgten 57 US-Amerikaner (27 Prozent) und der Rest waren 58 Europäer, angeführt von 23 Schweden. Des Weiteren waren elf Finnen, acht Russen, vier Tschechen, vier Schweizer, jeweils zwei aus Österreich, Dänemark und Slowakei, sowie last but not least ein Lette und ein Norweger gezogen worden.

    Der NHL Draft 2013 hatte außerdem einige sehr interessante familiäre Verknüpfungen zu bieten. Ein ganz besonderer Moment war, als Martin Brodeur, Torhüter der New Jersey Devils, selbst verkünden durfte, dass sein Team seinen Sohn Anthony Brodeur, der ebenfalls als Schlussmann aktiv ist, an 208. Stelle in der siebten Runde draftet. Die Fußstapfen seines Vaters, der damals 1990 in der ersten Runde bereits an 20. Stelle ausgewählt wurde, dürften allerdings zu groß sein.

    Weitere wichtige Spieler mit familiären Beziehungen waren:

    Patrik Bartosak (5. Runde, 146. Stelle, von Los Angeles)

    Sein Onkel Radek Bonk spielte 14 NHL Spielzeiten für Ottawa, Montreal und Nashville.

    Tyler Bertuzzi (2. Runde, 58. Stelle, von Detroit)

    Sein Onkel Todd absolvierte 1.100 NHL-Spiele für die NY Islanders, Vancouver, Florida, Anaheim und Detroit.

    Andre Burakovsky (1. Runde, 23. Stelle, von Washington)

    Sein Vater Robert spielte 23 Partien für Ottawa in 1993-94.

    Brendan Burke (6. Runde, 163. Stelle, von Phoenix)

    Sein Vater Sean war 17 NHL Spielzeiten bei neun Mannschaften aktiv und ist derzeit Assistenz General Manager und Torhütertrainer der Coyotes.

    Cole Cassels (3. Runde, 85. Stelle, von Vancouver)

    Sein Vater Andrew spielte 1.015 NHL-Partien für sechs Teams (Montreal, Hartford, Calgary, Vancouver, Columbus und Washington).

    Eric Comrie (2. Runde, 59. Stelle, von Winnipeg)

    Seine Halb-Brüder Mike and Paul spielten beide in der NHL. Mike holte 365 Punkte in 589 Spielen mit Edmonton, Philadelphia, Phoenix, Ottawa, NY Islanders und Pittsburgh. Paul brachte es nur auf 15 Spiele für Edmonton in 1999-00.

    Max Domi (1. Runde, 12. Stelle, von Phoenix)

    Sein Vater Tie spielte nahezu sechs Spielzeiten bei den NY Rangers und Winnipeg bevor er seine letzten elf Jahren bei Toronto verbrachte. Er sammelte 3.515 Strafminuten in 1.020 NHL-Spielen.

    Ryan Fitzgerald (4. Runde, 120. Stelle, von Boston)

    Sein Vater Tom war bei sieben NHl-Teams (NY Islanders, Florida, Colorado, Nashville, Chicago, Toronto und Boston) während seiner 18-jährigen Karriere aktiv und ist nun Assistenz General Manager der Penguins.

    Anthony Mantha (1. Runde, 20. Stelle, von Detroit)

    Sein Großvater ist der viermalige Stanley Cup champion Andre Pronovost – er spielte zwischen den Spielzeiten 1956-57 und 1967-68 556 Mal für Montreal, Boston, Detroit und Minnesota.

    Peter Quenneville (7. Runde, 195. Stelle, von Columbus)

    Er ist der Großcousin von Chicago Blackhawks Stanley Cup-Sieger Trainer Joel Quenneville und Boston Bruins Verteidiger Johnny Boychuk ist sein angeheirateter Onkel.

    Jordan Subban (4. Runde, 115. Stelle, von Vancouver)

    Sein Bruder P.K. ist bei den Canadiens aktiv und gewann diese Saison die Norris Trophy als der beste Verteidiger der Liga.

    Der NHL Draft 2014 wird wieder an zwei Tagen und zwar vom 27. bis 28. Juni in Philadelphia ausgetragen.