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IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

Zweiter Streich für Boston Bruins

Dienstag, 06.18.2013 / 5:22 AM / NHL.com/de - Eishockey.com

Von Stefan Herget - Eishockey.com

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Zweiter Streich für Boston Bruins
Zweiter Streich für Boston Bruins

Die halbe Strecke ist für die Boston Bruins geschafft. Mit einem letztendlich verdienten 2-0 Erfolg zu Hause gegen die Chicago Blackhawks gehen sie in der Serie mit 2-1 erstmals in Führung. Daniel Paille und Patrice Bergeron trafen für die über lange Zeit überlegenen Hausherren im zweiten Drittel und Tuukka Rask feierte mit 28 Saves einen Shutout.

Die Gäste mussten erst einmal einen Schock verdauen, denn einer ihrer besten Scorer in den Playoffs Marian Hossa verletzte sich beim Warmmachen und konnte nicht auflaufen. Den Wettkampf um die lautere Arena haben die Fans in Boston vorerst gewonnen. Unter der lautstarken Anfeuerung der 17.565 Fans im TD Garden kamen die Bruins schnell in den Spielfluss und versuchten von Beginn an das Heft in die Hand zu nehmen. Es dauerte jedoch über zwei Minuten, ehe der erste Schuss auf Corey Crawford kam. Die Begegnung war aber sofort wie erwartet körperbetont und intensiv. Die Gastgeber verzeichneten ein leichtes Übergewicht, auf der anderen Seite kamen die Blackhawks ebenfalls zu ersten Möglichkeiten. Chicago erhielt durch zwei übertriebene Aktionen von Kaspars Daugavins und später Shawn Thornton sogar vier Minuten Überzahl. Doch die Bruins konnten ihre Serie von zuletzt abgewehrten Unterzahlsituationen auf 24 erweitern, weil das Powerplay der Gäste zu statisch wirkte. Die beste Chance hatte Duncan Keith in der 15. Minute, der aber freistehend noch zu Jonathan Toews abspielen wollte, jedoch der Pass dank guter Abwehrarbeit von Dennis Seidenberg nicht ankam. Auf der anderen Seite konnten die Bruins fast in Unterzahl treffen, als sie drei Mal gefährlich vor Crawford auftauchten. So blieb das erste Drittel torlos.

Boston erhöhte im Mitteldrittel die Schlagzahl noch und ging folgerichtig in der 23. Minute in Führung: Tyler Seguin scheiterte mit seinem Versuch von links an Crawford, doch Paille machte es von rechts besser und überwand den gegnerischen Schlussmann mit einem platzierten Schuss. Es folgte eine weitere Drangphase von den Bruins, die mehr wollten. Bergeron, dann Jaromir Jagr und schließlich zwei Mal Seidenberg prüften Crawford innerhalb einer Minute. Die Blackhawks blieben bemüht und konnten schon Akzente setzen, fanden jedoch in Tuukka Rask weiterhin ihren Meister oder wurden von der Defensive der Kontrahenten in Schach gehalten. Genau an der 32 Minuten Marke musste Dave Bolland zum ersten Powerplay der Hausherren auf die Strafbank. Dieses blieb zunächst wirkungslos, doch als zehn Sekunden vor Ablauf Niklas Hjalmarsson wegen Beinstellens folgte, nutzten die Bruins den Raum aus. Zdeno Chara spielte zu Jagr, welcher quer gegenüber Bergeron fand und dieser aus spitzem Winkel den Puck zum 2-0 versenkte. Chicago suchte eine Antwort, fand sie aber nicht. Im Gegenteil, Bolland ließ seinem Frust freien Lauf und wanderte eine Minute vor der zweiten Sirene ein weiteres Mal in die Kühlbox.

Die Bruins konnten ihre in den Schlussabschnitt mitgenommene numerische Überlegenheit nicht nutzen und die Blackhawks bekamen in der Folgezeit zwei gute Einschussmöglichkeiten durch Keith und Brent Seabrook. Beide Verteidiger zielten jedoch am Gehäuse vorbei, so dass Rask nicht eingreifen musste. Boston indes verwaltete nicht nur den Vorsprung, sondern blieb offensiv gefährlich. Chicago versuchte alles, um einen Treffer zu markieren, es fehlte jedoch die letzte Konsequenz bei den Aktionen, was es der Verteidigung der Gelb-Schwarzen einfach machte und ein erneut starker Rask stand im Weg. Je eine Überzahlsituation auf beiden Seiten blieb ungenutzt und zwei Minuten vor dem Ende nahm Hawks Trainer Joel Quenneville Crawford vom Eis. Ein Erfolgserlebnis sollten die Gäste aber nicht mehr bekommen, obwohl Bryan Bickell 40 Sekunden vor der Sirene nur Zentimeter fehlten, als er am Pfosten scheiterte. Nach einer Keilerei, ausgelöst von Chara und Bickell ging die Partie zu Ende. Rask hatte sich sein Zu-Null-Spiel redlich verdient.

Die Boston Bruins haben damit die Hälfte der nötigen Siege geschafft und können im nächsten Heimspiel am Mittwoch einen weiteren Schritt in Richtung Stanley Cup machen. Die Chicago Blackhawks müssen hingegen mehr Spielwitz zeigen, um Rask ernsthafter in Gefahr zu bringen.