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IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

Seidenberg vor neuer Herausforderung

Mittwoch, 06.12.2013 / 11:31 PM / NHL.com/de - Eishockey.com

Von Stefan Herget - Eishockey.com

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Seidenberg vor neuer Herausforderung
Seidenberg vor neuer Herausforderung

Fast genau zwei Jahre nach seinem Stanley Cup Gewinn mit den Boston Bruins in Spiel 7 gegen die Vancouver Canucks steht Dennis Seidenberg am Beginn einer Serie um die begehrteste Trophäe im Eishockeysport, den Stanley Cup. Dieses Mal sind in einem Duell von NHL-Gründungsmitgliedern die Chicago Blackhawks der Gegner.

„Es ist eine schöne Sache wieder hier zu sein und wir besitzen natürlich mehr Erfahrung als vor zwei Jahren, das macht es besser für uns“, sagte ein gut aufgelegter Seidenberg nach dem Morning Skate im United Center. „Aber wir haben einen anderen Gegner, andere Voraussetzungen, so lässt sich die Situation nicht vergleichen.“

Durch zwei überzeugende Siege in den Serien gegen die New York Rangers (4-1), sowie gegen die favorisierten Pittsburgh Penguins mit einem Sweep (4-0) hatten die, gegen die Toronto Maple Leafs in Runde 1 schon kurz vor dem Ausscheiden stehenden, Bruins es erneut ins Cupfinale gebracht. Nicht wenige sehen sie deswegen trotz der starken Auftritte der Blackhawks in der regulären Saison als Favoriten. „Klar waren wir die letzten Spiele sehr erfolgreich, aber es ist ein neuer Gegner, der ebenfalls sehr stark besetzt ist“, betont der deutsche Verteidiger, dass alles bei Null beginnt.

Wie immer beim Stanley Cup Finale ist der Andrang der Presse groß und so wird von den Spielern auch abseits des Eises viel abverlangt. Seidenberg nimmt es eher locker aber merkt schon an: „Wir sind alle müde, darüber zu reden, sondern wollen endlich starten und können es daher nicht erwarten bis es losgeht.“ Spiel 1 steht in der kommenden Nacht um 2 Uhr MESZ auf dem Programm.

Die Kontrahenten aus Chicago schätzt der gebürtige Schwenninger, der sich in Boston zu einer Stütze in der Verteidigung entwickelt hat und mit dem Slowaken Zdeno Chara die meiste Eiszeit absolvieren muss, sehr hoch ein. Ihre Erfolge in dieser Spielzeit sprechen für sich. „Sie sind ein starkes Team und es wird eine große Herausforderung für uns, sie zu stoppen“, macht die Nummer 44 der Bruins klar. „Wir sind sehr konzentriert und fokussiert auf das Spiel heute Abend. Wir müssen versuchen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken, dann können wir auch hier bestehen.“

Ohne Zweifel dürfte es wieder sehr eng zugehen. Alles ist möglich und das Glück und Pech wird ebenfalls seine Finger im Spiel haben. Eine Komponente wird aber sein, wie beide Mannschaften den Auftakt gestalten können. Seidenberg weiß, dass dies ein Schlüssel zum Erfolg sein könnte, aber letztendlich die gesamte Dauer entscheiden wird: „Ein guter Start ist in jedem Spiel und in jeder Serie wichtig, weil du damit das andere Team unter Druck setzt. Das ist schon ein wichtiger Punkt, aber noch wichtiger ist es, über die gesamte Dauer Konstanz zu zeigen.“

Beständigkeit, die gerade auf der wichtigen Position des Torhüters in der Person von Tuukka Rask gefragt sein wird. Für die Defensive der Bruins ist es keine Frage, dass auf den 26-jährigen Finnen Verlass sein wird und er in die Fußstapfen von Tim Thomas treten könnte, der beim Cupgewinn vor zwei Jahren ein wesentlicher Erfolgsgarant war. „Er war die komplette Saison für uns ein großer Rückhalt, insofern brauchen wir nicht an ihn zu glauben, sondern wir wissen, was er kann“, sagt Seidenberg selbstbewusst.

Vor Rask wird Trainer Claude Julien seine Verteidigerpaare auch weiterhin gemischt einsetzen. Der deutsche Verteidiger sieht darin eine Stärke des Teams: „Es gibt schon Mitspieler mit denen man besonders gerne zusammenspielt, aber wir werden weiter sehr flexibel agieren, weil das eine Stärke von uns ist und wir so schwerer einzuschätzen sind.“

Es ist genauso nicht davon auszugehen, dass Seidenberg und Chara nur gegen die Topreihen von Chicago spielen werden. „Wir sind darauf vorbereitet gegen alle Reihen zu spielen, weil ihr Kader sehr tief besetzt ist und wir deswegen flexibel reagieren müssen“, teilt „Seides“, wie er von den Amerikanern auch genannt wird, auf Nachfrage mit.