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IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

IIHF WM Viertelfinale - Schweiz siegt weiter

Freitag, 05.17.2013 / 1:20 PM / NHL.com/de - IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

Von Stefan Herget - Eishockey.com

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IIHF WM Viertelfinale - Schweiz siegt weiter
IIHF WM Viertelfinale - Schweiz siegt weiter

Der Viertelfinaltag bei der IIHF Weltmeisterschaft begann mit einem Paukenschlag am Mittag. In Helsinki bezwangen die USA den Titelverteidiger Russland deutlich mit 8-4. Selbst der erst am Mittwoch extra angereiste NHL-Star Alexander Ovechkin konnte das historische Debakel für die „Sbornaja“ nicht verhindern. Er wurde mit einem Treffer und einer Vorlage immerhin zum besten Spieler seines Teams gewählt. Die russische Mannschaft kassierte die höchste Niederlage seit 1955 und zum ersten Mal in der WM-Geschichte acht Gegentore. Maßgeblich daran beteiligt waren die US-Boys Craig Smith mit fünf Assists und Kapitän Paul Stastny, der zwei Mal selbst traf und weitere zwei vorbereitete. Ilya Bryzgalov musste nach dem 4-1 der Amerikaner in der 38. Minute für Backup Semyon Varlamov Platz machen.

Gegner der USA im Halbfinale wird die Schweiz sein. Die Eidgenossen setzen ihren Erfolgslauf mit dem achten Sieg fort und besiegten die Tschechen knapp mit 2-1. Sie stehen damit erstmals seit der Heim-WM 1998 wieder in der Vorschlussrunde. Dennis Hollenstein (6. Minute) und NHL-Profi Roman Josi (34.) erzielten die Treffer für die Mitteleuropäer und der ehemalige NHL-Torhüter Martin Gerber zeigte sich mit 33 Saves in absoluter Topform. Einzig beim Anschlusstreffer durch Zdenek Kutlak (46.) in Überzahl war er machtlos. Danach entfachte Tschechien viel Druck und der Ausgleich lag einige Male in der Luft. Aber selbst die Herausnahme von Schlussmann Ondrej Pavelec gut eine Minute vor dem Ende und eine Strafzeit gegen Reto Suri wegen Spielverzögerung mit 22 Sekunden auf der Uhr, brachte keine Änderung mehr ein.

Mit den USA haben die Schweizer nun am Samstag allerdings einen ganz dicken Brocken vor Augen. Aufgrund ihrer bisherigen Leistungen hätte das Team von Trainer Sean Simpson den Einzug ins Finale durchaus verdient, aber die Amerikaner gehen trotzdem favorisiert in das Duell, besonders wegen ihrer heute gezeigten Leistung.

Spannend machten es die Co-Gastgeber Finnland, die in Helsinki auf die Slowakei trafen. Mit 3-0 lagen die Nordeuropäer nach nur 16 Minuten Spielzeit durch Treffer von Ossi Väänänen (2.) und zwei Mal Petri Kontiola (10., 16.) bereits in Führung, aber die Osteuropäer kämpften sich durch zwei Tore im Mittelabschnitt von Michel Miklik (26.) und Andrej Sekera (33.), sowie dem Ausgleich nur 30 Sekunden nach Wiederbeginn von Tomas Surovy wieder heran. Das Spiel hatte nun eine gute Intensität und war umkämpft. Das bessere Ende hatten aber die Finnen für sich. Juhamatti Aaltonen war der Matchwinner, der in der 49. Minute für die letztendliche Entscheidung sorgte. Einen Zuckertag erwischte Torhüter Antti Raanta, der 33 Torschüsse der Slowaken abwehrte. Bereits über zwei Minuten vor dem Ende nahm Trainer Vladimir Vujtek seinen Torwart Rastislav Stana zu Gunsten eines weiteren Feldspielers heraus, doch trotz Belagerung im eigenen Drittel brachten die Hausherren den knappen Vorsprung über die Runde. Damit sind sowohl der letztjährige Titelträger Russland und der damalige Finalgegner Slowakei entthront.

Der Gegner Finnlands wurde in der abschließenden Partie zwischen Schweden und Kanada im Stockholmer Globen gesucht. Von Beginn an entwickelte sich eine sehr taktische, aber auch spannende Begegnung. Die Kanadier wollten erstmals seit 2009 wieder in ein Halbfinale einziehen und die Schweden wollten die Schmach vom letzten Jahr, als sie an selber Stelle im Viertelfinale den Tschechen unterlagen, ausmerzen.

Negativer Höhepunkt des von Kanada bestimmten ersten Drittels war ein Kniecheck von Alexander Edler gegen Eric Staal, der verletzt ausscheiden musste. Der Übertäter erhielt zu Recht fünf Minuten plus Spieldauer. Nur 45 Sekunden nach der Pause war es Steven Stamkos, der die Nordamerikaner in Führung bringen konnte. Der Star der Tampa Bay Lightning hatte sechs Minuten später das 2-0 am Schläger aber Jhonas Enroth parierte den Alleingang. Glück hatten die Gastgeber zum Ende des Mittelabschnitts, dass der Puck erst ca. eine Sekunde nach der Sirene im Netz einschlug, somit blieb es beim knappen 1-0. Diesen Rückstand konnten die Schweden in den folgenden zwei Powerplaysituationen drehen. Nicklas Danielsson (46., 50.) zog beide Male von der Blauen Linie ab und überwand Torhüter Mike Smith. Über das 1-2 ärgerte sich besonders Claude Giroux, der zuvor eine unnötige Strafzeit wegen eines Stockchecks kassiert hatte. Dies machte er jedoch kurze Zeit später wieder gut, als er 75 Sekunden später erneut ausgleichen konnte.

In der Verlängerung hatten beide Möglichkeiten das glückliche Ende zu besorgen, aber das Penaltyschießen musste über Sieg und Niederlage entscheiden. Nur Loui Eriksson und Jordan Eberle trafen zunächst bei den jeweils drei Schützen. Dann lief Fredrik Pettersson für Schweden an und zimmerte den Puck mit einem beherzten Schlagschuss ins Netz. Als anschließend erneut Eberle für Kanada verzog, war der Jubel auf dem Eis bei den „Tre Kronor“ und im weiten Rund unter den gelb gekleideten Fans groß.

Im Halbfinale am Samstag kommt es nun in Stockholm zum sicher spannenden skandinavischen Nachbarschaftsduell zwischen Schweden und Finnland.