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Die ersten Halbfinalisten

Freitag, 05.10.2013 / 4:14 PM / NHL.com/de - Nachrichten

Von Bernd Roesch - Eishockey.com

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Die ersten Halbfinalisten
Die ersten Halbfinalisten

Die ersten Conference Halbfinaltickets wurden in dieser Woche gelöst. Bereits am vergangenen Dienstag sicherten sich die San Jose Sharks mit einem Sweep (4-0 Siege) über in dieser Serie enttäuschend schwache Canucks als erstes Team einen Platz im Conference Halbfinale des Westens.

Gut 13 Minuten waren in der Verlängerung absolviert gewesen als Patrick Marleau aus einem Powerplay heraus nach einer dummen Strafe von Daniel Sedin die Hartgummischeibe ins Netz der Westkanadier einschweißen konnte. Damit konnten die Sharks zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte eine best-of-seven Serie mit einem Sweep für sich entscheiden. Den Canucks bleibt nur die Erkenntnis gegen eine Mannschaft verloren zu haben, die ihnen in fast allen Belangen überlegen war. 15 Mal ließen die Nordkalifornier in den vier Partien die Torsirene aufheulen, so oft wie kein anderer Viertelfinalist in seinen ersten vier Spielen. Des Weiteren konnten die Sharks im Powerplay überzeugen. Mit knapp über 29 Prozent Erfolgsquote schlossen sie fast jedes dritte Überzahlspiel mit einem Treffer ab. Allen voran die beiden Center Joe Pavelski und Logan Couture bewiesen mit jeweils drei Powerplaytreffern ihren Torinstinkt bei nummerischer Überlegenheit. Canucks Headcoach Alain Vigneault erwies sich als guter Verlierer und gewährte Ehre wem Ehre gebührt: "San Jose spielte ein großartiges Eishockey und wir waren nicht gut genug!"

Zwei Tage später, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag schlossen sich die Ottawa Senators und die Chicago Blackhawks den Kaliforniern an, indem sie relativ problemlos die nächste Playoffrunde erreichten.

Den Senators gelang gegen ersatzgeschwächte Montreal Canadiens, u.a. fehlte ihr Teamkapitän Brian Gionta sowie Stammtorwart Carey Price, ein 6-1 Auswärtstriumph im Bell Centre der frankokanadischen Metropole und damit der vierte Sieg in fünf Spielen. Ottawa faszinierte durch seine erfrischende, so unbekümmert wirkende Spielweise. Dahinter versteckt sich aber unwahrscheinlich viel Disziplin vor allem im Defensivbereich. Mit Ausnahme von Spiel 2 kassierten die Mannen aus der kanadischen Hauptstadt maximal zwei Tore pro Partie. Herausragender Akteur in diesem Conference Viertelfinale war Ottawas Schlussmann Craig Anderson, der 171 von 180 Torschüssen die auf seinen Kasten kamen parieren konnte und momentan mit 95,0 Prozent die beste Fanqquote unter allen Torhütern vorweist. Ihre Offensivpower verteilte sich auf viele Schultern und so waren sie nur schwer auszurechnen und auch ihre Mischung aus jungen, exemplarisch Jean-Gabriel Pageau, und erfahrenen Spielern, ja Daniel Alfredsson stürmt immer noch, scheint zu stimmen. Insgesamt 20 Treffer in fünf Partien sprechen auf jeden Fall eine eindeutige Sprache.

Die Dritten im Bunde der Conference Halbfinalisten sind die als haushohe Favoriten in ihr Viertelfinale gegen die Minnesota Wild gestarteten Blackhawks. Eine Riesenüberraschung blieb den Wild aus der eishockeyverrückten Stadt St. Paul verwehrt, doch zumindest ein kleiner Achtungserfolg sprang für sie in Spiel 3 vor heimischer Kulisse heraus, als sie den Presidents' Trophy Gewinner in der Verlängerung mit 4-3 bezwingen konnten. Es sollte das einzige Mal bleiben, dass sich Chicago eine Blöße gab. Bei ihren vier Siegen kassierten sie insgesamt nur vier Tore, so dass ihr Schlussmann Corey Crawford mit einem Gegentrefferschnitt von 1,32 in dieser Kategorie ganz oben steht. Auch wenn es ihnen die überforderten Wild des Öfteren auch leicht gemacht haben, mit Patrick Sharp sowie Marian Hossa haben die Hawks zwei Knipser die ihr Handwerk wahrlich verstehen im Kader und Patrick Kane, fünf Vorlagen, weiß wie er seine Kollegen in Szene setzen muss.

Wer den Dreien ins Conference Halbfinale folgen wird, das wird sich an diesem Wochenende bis spätestens Montagnacht herausstellen. Die besten Karten haben aktuell im Westen Anaheim und der Titelverteidiger aus L.A. sowie in der Eastern Conference Boston und Pittsburgh, denen nur noch ein weiterer Sieg fürs Weiterkommen fehlt. Ganz spannend geht es auch zwischen den NY Rangers und den Capitals zu, die jeweils ihre Heimpartien für sich entscheiden konnten und gleichauf liegen.