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IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

IIHF-WM: So treten sie an

Donnerstag, 05.02.2013 / 3:57 PM / NHL.com/de - IIHF Eishockeyweltmeisterschaft 2013

Von Thomas Neumann - Eishockey.com

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IIHF-WM: So treten sie an
IIHF-WM: So treten sie an

Ab diesen Freitag werden die skandinavischen Metropolen Helsinki und Stockholm wieder 16 Tage lang in den Ausnahmemodus versetzt, denn dann finden sich die 16 stärksten Nationalteams des Globus zum alljährlichen Kräftemessen um den Weltmeistertitel ein.

Die Schweizer Nati wurde in die Gruppe A gelost und trägt daher die Vorrundenmatches in Stockholm aus und trifft gleich am Freitagabend auf Gastgeber Schweden. Das weitere Pflichtprogramm besteht aus Kanada, der Tschechischen Republik, Slowenien, Dänemark, Norwegen und Weißrussland.

ROMAN JOSI

Für das Team von Headcoach Sean Simpson lautet das ambitionierte Ziel dieses Jahr wieder Viertelfinaleinzug. Es wird aber kein Selbstläufer, besser abzuschneiden als bei den letzten beiden Turnieren (11. Platz 2012; 9. Platz 2011). Heißt es in den ersten Spielen gegen die großen Gegner noch aus einer geordneten Defensive heraus mit etwas Glück einen Überraschungscoup zu landen, so haben die verbleibenden vier Begegnungen fast schon Playoffcharakter. Besonders in den Matches mit den Mannschaften aus Dänemark und Norwegen muss das mit den Nordamerikaprofis Roman Josi (Nashville Predators) und Nino Niederreiter (Bridgeport/AHL) verstärkte Team der Eidgenossen sein unbestritten vorhandenes Potenzial komplett abrufen um erfolgreich zu sein.

Verdiente Spieler wie der 270-Fache Nationalspieler Ivo Rüthemann wurden von Simpson nicht berücksichtigt. Stattdessen hat er mit Eric Blum, Robin Grossmann, Luca Cunti, Simon Bodenmann, Reto Suri, Dario Bürgler und Julian Walker sieben WM-Neulinge nominiert. Brechen die Frischlinge nicht unter dem großen Erfolgsdruck zusammen, so könnte seine Rechnung aufgehen.

Für die deutsche und österreichische Landesauswahl geht die Reise zunächst nach Helsinki um sich mit den Vertretern der Gruppe B die Schläger zu kreuzen. Klar favorisiert auf den Viertelfinaleinzug sind hier die üblichen Verdächtigen aus Russland, Finnland und den USA. Auch der Letztjahresvize aus der Slowakei hat nach vier glücklosen WM-Auftritten wieder das Siegen gelernt.

Komplettiert wird das Feld der Gruppe B um die eher als Außenseiter geltenden Letten und Franzosen.

Vor allem gegen diese beiden gilt es für die Alpenrepublik aus Österreich zu bestehen, um mit dem Abstieg nicht in Berührung zu kommen. Der Kader wurde zum Olympiaqualifikationsturnier kaum verändert. Mit Torhüter Bernhard Starkbaum (MODO Hockey/SWE), Verteidiger Thomas Pöck (Lake Erie Monsters/AHL) und Stürmer Michael Raffl (Leksands IF/SWE) haben drei Legionäre den Weg zur WM mit angetreten. Mit insgesamt 9 Spielern wird ein Gros der Truppe vom amtierenden Meister aus Klagenfurt gestellt. Auch Deutschland-Schreck Markus Peintner von den Moser Medicals Graz steht mit im Aufgebot.

CHRISTIAN EHRHOFF

Kader des von Pat Cortina nominierten deutschen Teams tauchen gleich sechs WM Neulinge auf: Torhüter Danny aus den Birken, die Verteidiger Torsten Ankert (beide Kölner Haie), Jens Baxmann (Eisbären Berlin), Benedikt Kohl (Grizzly Adams Wolfsburg) und Peter Lindlbauer (Thomas Sabo Ice Tigers). Die größte Überraschung ist wohl die Nominierung von AHL-Stürmer Marcel Noebels (Adirondach Phantoms). Aus der NHL werden die Deutschen von Christian Ehrhoff und Marcel Goc verstärkt. Höchstens Außenseiterchancen wird man der DEB-Auswahl auf ein Erreichen der Runde der letzten Acht einräumen können.

Die stark besetzten Teams aus Finnland, Slowakei, USA und Russland scheinen dieses Jahr außerhalb der deutschen Kragenweite zu sein. Klangvolle Namen tauchen in deren Meldelisten auf. So haben Spieler wie Ilja Kovalchuk, Nail Yakupov, Sergei Bobrovsky, Ilja Bryzgalov, Artem Anisimov und Alexander Burmistrov die Zusage für die Sbornaja gegeben. Mit dem Mix aus NHL- und KHL-erfahrenen Sportlern gilt der Titelverteidiger auch diese Saison wieder als heißer Medaillenanwärter.

Auch um eine Topplatzierung werden wohl wieder die US Amerikaner kämpfen. Setzt Head Coach Joe Sacco doch fast gänzlich auf Spieler aus der NHL. Paul Stastny (Colorado Avalanche) ist hiervon wohl der in Deutschland bekannteste. Während des Lockouts ging er in 13 Spielen für den EHC Red Bull München auf Torjagd. Ansonsten fehlt dem Kader des US-Teams noch der ganz große Glanz, vor allem der Angriff ist verglichen mit dem der großen Titelanwärter etwas schwächer besetzt.

Diesem Kreis gehören zweifellos die Tre Kronor aus Schweden an. Das Team um Jhonas Enroth, Loui Eriksson, Erik Gustafsson, Gabriel Landeskog, Jacob Markstrom und Henrik Talinder könnte zusätzlich noch durch Oliver Ekman-Larsson, Tim Erixon, Victor Hedman und Mikael Backlund aus Übersee verstärkt werden.

Nominell ähnlich stark besetzt scheint auch der Tschechische Kader zu sein. Der deutsch-tschechische Trainerfuchs Alois Hadamczik setzt vor allem auf Altbewährtes. Mit Zbynek Michalek, Radim Vrbata, Martin Hanzal (alle drei Phoenix Coyotes), Jan Hejda (Colorado Avalanche), Tomas Fleischmann (Florida Panthers), Ladislav Smid (Edmonton Oilers) und Jiri Hudler (Calgary Flames) strotzt sein Team nur so vor NHL-Erfahrung. Frischen Wind in die Truppe bringt der 19 Jährige Youngster Tomas Hertl (HC Slavia Prag). In der Abgelaufenen Extraliga Saison konnte sich der Vorjahres-Erstrunden Draftpick der San Jose Sharks mit 30 Punkten für sein Nationalteam empfehlen.

Man darf gespannt sein, ob die Oldies der Tschechischen Republik auch gegen das Team Canada bestehen können. Die Nominierten von Team Manager Steve Yzerman gelten zumindest auf dem Papier als klarer Titelfavorit. Steven Stamkos (Tampa Bay Lightning) und Eric Staal (Carolina Hurricans) werden wohl die Schaltzentrale im kanadischen Spiel verkörpern. Beide konnten in der abgelaufenen regulären Saison der NHL über 50 Punkte sammeln. Vorzeitig ausgeschieden im Kampf um den Stanley Cup sind auch zwei in Deutschland nicht unbekannte Ausnahmesportler aus Philadelphia. Claude Giroux, welcher dieses Jahr einige Spiele im Dress der Eisbären Berlin absolviert hat, und Wayne Simmonds, der in dieser Saison für die Eispiraten Crimmitschau auf Torjagd ging, wollen ihre durchwachsene Nordamerikasaison mit dem Weltmeistertitel zu einem versöhnlichen Abschluss bringen.

Am kommenden Samstag wird das kanadische Starensemble die Dänen zum Tanz bitten. Alles andere als ein deutlicher Sieg zum Auftakt darf als große Überraschung gewertet werden.