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U18 IIHF WM - So verlief die Vorrunde

Mittwoch, 04.24.2013 / 3:55 PM / NHL.com/de - Nachrichten

Von Bernd Roesch - Eishockey.com

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U18 IIHF WM - So verlief die Vorrunde
U18 IIHF WM - So verlief die Vorrunde

Seit vergangenem Donnerstag trifft sich die Eishockeyjugend der Welt im russischen Sotschi bei der U18 IIHF-Weltmeisterschaft um das beste Nachwuchsteam der Jahrgänge 1995 und jünger zu ermitteln. Mit der Partie zwischen der deutschen und Schweizer Auswahl endete gestern Abend die Vorrunde der Gruppe B. Vorneweg, beide mitteleuropäische Mannschaften hatten sich dank ihrer Gruppensiege, jeweils über das slowakische Nationalteam, bereits für die morgen beginnende Playoffrunde qualifiziert.

Brisanz erhielt das Aufeinandertreffen auch dadurch, dass sich der Sieger als Gruppendritter im Viertelfinale mit den Finnen auseinandersetzen darf und nicht ganz so chancenlos sein dürfte, wie gegen die übermächtig aufgetretenen Russen.

Die U18 der Sbornaja blieb in der Gruppe A bei ihren vier Auftritten im Bolshoy Ice Dome gegen Tschechien, Finnland, USA sowie Lettland ungeschlagen und dies mit einem beeindruckenden Verhältnis von 22-8 Toren.

Das gestrige Duell zwischen den mitteleuropäischen Nachbarn entschieden die Eidgenossen am Ende auch verdient mit 3-0 Toren für sich. Die Schweizer Nachwuchscracks hatten deutlich mehr vom Spiel und zeigten sich vor allem im Überzahlspiel effektiver. Ihren ersten Treffer erzielten sie bereits in der achten Minute des Eröffnungsdrittels nachdem das deutsche Team drei Strafen hintereinander gezogen hatte und auch das 2-0 zu Beginn des Mittelabschnitts fiel als die Rot-Weißen einen Mann mehr auf dem Eis hatten. An beiden Toren waren der erst 16-jährige Stürmer Denis Malgin, einer der jüngsten Spieler des Turniers, sowie der Schweizer Teamkapitän Phil Baltisberger mit einem Treffer und einem Assist beteiligt gewesen. Als Mann des Spiels wurde jedoch der Schweizer Schlussmann Nicola Aeberhard geehrt, der alle 17 Torschüsse die auf seinen Kasten kamen parieren und sich somit einen Shutout verdienen konnte.

Vor allem die deutsche Sturmformation mit Leon Draisatl, Dominik Kahun und Parker Tuomi brachte es nicht zu jener Durchschlagskraft wie noch am Abend zuvor gegen die Slowakei, als die deutschen Junioren diese mit 6-3 Toren niedergerungen hatten. Draisaitl und Kahun waren dabei mit jeweils fünf Scorerpunkten die herausragenden Akteure auf dem Eis gewesen. Der in Haßfurt, Unterfranken, geborene Sohn des neuen Trainers der Nürnberg Ice Tigers, dem Deutsch-Amerikaner Tray Tuomi, konnte sich als zweifacher Torschütze der DEB-Auswahl auszeichnen. Nationaltrainer Jim Setters braucht sich aufgrund dieser Partie keine Gedanken mehr über einen eventuellen Abstieg von der Top-Division in die Division 1 machen. Diese Sorge bleibt den Mannschaften aus Lettland, die als siegloser Letzter in der Gruppe A gegen die Slowaken in einer Best-of-Three Relegationsrunde den Absteiger ausspielen werden, vorbehalten.

Als ganz heißer Kandidat auf den Titelgewinn neben den Gastgebern gilt, wie sollte es auch anders sein, das kanadische Nationalteam. Die Jungs aus dem Mutterland des Eishockeys gewannen ihre vier Vorrundenspiele ungefährdet, erzielten insgesamt 23 Treffer und ließen nur drei Gegentore zu. Selbst die vor dem letzten Gruppenspiel noch ungeschlagenen Schweden, Deutschland deklassierten sie unter anderem mit 9-1 Toren, hatten im Aufeinandertreffen mit den Ahornblättern keine Chance. Die Tre Kronors unterlagen den Kanadiern im Spiel um den ersten Platz klar und deutlich mit 0-6 Toren. Immerhin wurde es nicht zweistellig wie es einen Tag zuvor den Schweizern beim 1-10 ergangen war. Die Mannschaft von Trainer Manuele Celio dürfte da aber auch früh erkannt haben, dass es gegen die kanadischen Überflieger nur wenig zu holen gibt und sich ihre Kräfte lieber für das Duell gegen den nördlichen Nachbarn eingespart haben. Letztendlich mit Erfolg!

Bei einer U-18 Juniorenweltmeisterschaft werden auch immer wieder Talente entdeckt, deren Namen man in wenigen Jahren beim NHL-Draft hören wird. Wer sind bisher die besten Protagonisten des Tournaments? Der mit Abstand effektivste Nachwuchsspieler der Vorrunde war Kanadas Stürmer Connor McDavid mit elf Scorerpunkten (fünf Tore, sechs Assists), gefolgt von dem Russen Vladimir Tkachyov (vier Tore, fünf Assists). Die punktbesten Verteidiger sind mit Nikolai Glukhov (ein Tor, sechs Vorlagen) sowie Josh Morrissey (zwei Tore, vier Vorlagen) erneut ein Russe und ein Kanadier. Morrissey liegt mit +7 auch in der +/-Statistik des Turniers zusammen mit Russlands Stürmer Ivan Barbashev und dem US-amerikanischen Verteidiger Steven Santini ganz vorne. Die beste Rettungsquote weist der kanadische Goalie Philippe Desrosiers mit 98,1 Prozent vor dem finnischen Schlussmann Juuse Saros mit 95,8 Prozent aus. Letztgenannten gilt es für die Schweizer Auswahl am Donnerstag zu bezwingen. Für die Schweizer Eishockeyfans heißt es also Daumen drücken, dass dieses schwere Vorhaben ihrem Team auch gelingen möge.

Die Viertelfinalpartien lauten: Russland – Deutschland, Kanada – Tschechien, Finnland – Schweiz und Schweden - USA