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Kanada und Schweden topgesetzt im Halbfinale

Von Stefan Herget - Eishockey.com

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Kanada und Schweden topgesetzt im Halbfinale
Kanada und Schweden topgesetzt im Halbfinale

Die Vorrunde der U20 Junioren Eishockey-Weltmeisterschaft 2013 im russischen Ufa ist abgeschlossen. Wenig überraschendes gibt es zu berichten, denn die Favoriten gaben sich keine Blöße und können sich nun auf den Kampf um die Medaillenplätze fokussieren.

In der Gruppe A wurde Titelverteidiger Schweden seiner Rolle gerecht und belegt mit vier Siegen, einen davon im Penaltyschießen, den ersten Rang, welcher zur direkten Qualifikation für das Halbfinale berechtigt.

Es waren ausgerechnet die tapferen Jungs aus der Schweiz, die den Skandinaviern lange Zeit Paroli boten und den einzigen Punkt gegen die Nordeuropäer holten. Überhaupt machten die Nachwuchsleute der Eidgenossen äußerst positiv auf sich aufmerksam. Sie verloren keines ihrer vier Partien nach regulärer Spielzeit, aber leider drei in den Zusatzschichten, so dass sie sich etwas um den Lohn ihrer Anstrengungen brachten. Bis zur letzten Begegnung der Gruppe zwischen Schweden und Finnland mussten sie deswegen zittern, ob trotz der guten Bilanz der Weg wie im letzten Jahr nur in die Abstiegsrunde gehen würde. Doch es gab keine skandinavische Bruderhilfe, denn in einem lange Zeit, bis kurz vor Schluss umkämpften Match besiegten die Schweden ihre finnischen Nachbarn schließlich mit 7-4 Toren und die Schweiz darf sich nun mit Gastgeber Russland im Viertelfinale messen. Ein verdienter Lohn für die Mannschaft, die mit Sven Andrighetto und dem nur 1,67 Meter kleinen Lino Martschini mit jeweils fünf Scorerpunkten zwei Spieler in der Topscorerliste vertreten hat und durch ein engagiertes und beherztes Auftreten für Furore sorgte.

In der Gruppe B war schon vor dem Turnierbeginn klar, dass es die deutsche Mannschaft um die Trainer Ernst Höfner und Klaus Merk wie bei jeder Teilnahme schwer haben würde, die Abstiegsrunde zu vermeiden. Deutliche Niederlagen musste man gegen Kanada (3-9), USA (0-8) und Russland (0-7) einstecken. Immerhin ein Hoffnungsschimmer bedeutete die knappe 1-2 Niederlage nach Verlängerung gegen die Slowakei, so dass wenigstens ein Punkt in die Abstiegsrunde mitgenommen werden konnte. Dort warten noch die Finnen und im wohl entscheidenden Spiel um den Verbleib in der Division A am 4. Januar die Letten als Gegner. Die lettische Mannschaft startet nach ihrer 1-5 Niederlage gegen Finnland im Gruppenspiel mit null Punkten hinter dem deutschen Team auf dem Abstiegsrang. Folglich haben die Suomi zu Beginn drei Punkte und die Slowakei zwei Punkte auf der Habenseite.

Das Team USA hatte schon letztes Jahr Probleme, als es etwas überraschend in die besagte Abstiegsrunde musste und auch in diesem Jahr mussten sie bis zu ihrem letzten Spiel gegen die Slowakei zittern, doch ein souveränes 9-3 bedeutete die Qualifikation für das Viertelfinale, wo die in Gruppe A auf Platz Zwei platzierten Tschechen der Gegner sein werden. Ohnehin dürfen die Amerikaner noch nicht abgeschrieben werden, denn sowohl gegen Russland als auch gegen Kanada verloren sie nur denkbar knapp mit 1-2 Toren.

Der Showdown der Vorrunde bedeutete das Spiel zwischen Russland und Kanada um Platz 1 in Gruppe B, der immerhin den vielleicht kraftraubenden Umweg über das Viertelfinale ersparen würde. Die stärkste Offensive der Nordamerikaner mit dem Kopf Ryan Nugent-Hopkins traf dabei auf die bis dato beste Defensive der osteuropäischen-asiatischen Eishockeymacht. Im für viele Experten vorgezogenen Finale legten die Kanadier von Beginn an energisch los und konnten von den Gastgebern teilweise nur unfair gestoppt werden. Nach knapp 12 Minuten musste Valeri Nichushkin schon zum Duschen, weil er seinen Gegenspieler gefährlich von hinten in die Bande gecheckt hatte. Die folgende Überzahl nutzten die Ahornblätter zum 1-0 und ließen nicht einmal zwei Minuten später bei immer noch numerischer Überlegenheit das 2-0 folgen. Die Russen konnten angefeuert von den Zuschauern zwar noch vor der Drittelpause den Anschluss erzielen, aber auch im Mittel- und Schlussabschnitt blieben die Kanadier überlegen und entfachten im gegnerischen Drittel mehr Druck. Ohne Zweifel verdient folgte das 3-1 und zum Ende ein Schuss ins leere Tor zum 4-1 Endstand. Überragender Mann des Spiels war erneut Ryan Nugent-Hopkins, der drei Treffer vorbereitete und so die Vorrunde als Topscorer des Turniers mit elf Punkten (3 Tore / 8 Assists) abschloss. Kanada ist als Erster der Gruppe B automatisch für das Halbfinale qualifiziert und die russische Mannschaft muss erst im Viertelfinale gegen die Schweiz bestehen.

Nach der morgigen Spielpause erwarten die Fans am Mittwoch, den 2. Januar auf jeden Fall spannende Partien in den Viertelfinals zwischen Tschechien und den USA, sowie dem bereits erwähnten Russland gegen die Schweiz. Außerdem treffen dann in der ersten Begegnung der Abstiegsrunde Finnland und Deutschland aufeinander.