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Auswärtsserie hat gehalten

Donnerstag, 05.31.2012 / 5:31 AM / NHL.com/de - Nachrichten

Von Stefan Herget - Eishockey.com

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Auswärtsserie hat gehalten

Genug der Worte waren gewechselt und Statistiken bis zum letzten Detail analysiert, als die Spieler der New Jersey Devils und der Los Angeles Kings im Prudential Center von Newark zu Spiel 1 des Stanley Cup Finales das Eis betraten.

Die NHL hatte mit Brad Watson und Dan O’Halloran gleich zwei ihrer erfahrenen Schiedsrichter aufgeboten. Watson war erstmalig 2003, beim letzten Cupgewinn der Devils, im Endspiel vertreten und kommt nun zu seinem sechsten Finaleinsatz und O’Halloran ist zum fünften Mal beim Saisonhöhepunkt aktiv.

Einen verhaltenen Beginn zeigten beide Seiten. New Jersey hatte mit dem Forechecking der Gäste erste Probleme und die Kings starteten sehr selbstbewusst. Erst nach drei Minuten wurde der erste Torschuss von Los Angeles abgegeben und die Hausherren brauchten sogar über sechs Minuten, um Jonathan Quick zu prüfen.

Die Devils kamen nun etwas besser ins Spiel, doch das erste Tor erzielten die Kings. Ein schönes Zuspiel von Jordan Nolan vor das Tor verwertete Colin Fraser(10.) trocken. Bereits der zweite Torschuss auf Martin Brodeur fand damit sein Ziel. David Clarkson und auf der anderen Seite Dustin Brown hatten weitere Gelegenheiten, ehe Brown Brodeur regelwidrig anging und das erste Powerplay folgte. Das verstrich jedoch erfolglos, weil die Kings in Unterzahl wie gewohnt blendend standen. Weil Clarkson eine weitere Einschussmöglichkeit ausließ, ging die Partie mit 0-1 in die erste Pause. Von dem üblich starken ersten Drittel von New Jersey war wenig zu sehen, weil Los Angeles taktisch geschickt agierte.

Auch nach der Unterbrechung blieben die Kings aktiver und erarbeiteten sich erste Chancen. Dainius Zubrus und Steve Bernier versuchten mit Checks ihr Team wach zu rütteln. Die Aktionen zeigten wenigstens beim Publikum Erfolg, die ihre Anfeuerung intensivierten. Von der ausgegebenen taktischen Marschroute von Trainer Peter DeBoer, Quick mit vielen Schüssen unter Druck zu setzen und Verkehr vor dem Tor zu erzeugen, war weiterhin wenig zu sehen. Das zweite Überzahlspiel wehrten die Kalifornier ebenfalls nahezu problemlos ab. Die Gastgeber fanden kaum Räume ihr Spiel aufzuziehen. Bezeichnend, dass der erste Torschuss der Devils im Mittelabschnitt, der seinem Namen gar nicht gerecht wurde, nach fast 15 Minuten in Unterzahl zu verzeichnen war. Zubrus saß wegen einem Ellbogencheck draußen. Als er zurück kam, scheiterte er mit einem Schuss an Quick.

Glücklich fiel dann der Ausgleich 72 Sekunden vor der zweiten Sirene. Anton Volchenkov(39.) zielte auf das Tor und von Quick kommend sprang der Puck an Verteidiger Slava Voynov und dann ins Netz. New Jersey hatte am Ende der Periode insgesamt bescheidene neun Torschüsse am Konto, aber wieder eine offene Begegnung.

Den Schwung des 1-1 brachten die Devils aus der Kabine und erzeugten mehr Druck. In der 44. Minute lag der Puck nach einem Gerangel vor dem Gehäuse im Tor der Kings, doch Zach Parise hatte die Scheibe mit der Hand dorthin befördert, so dass es berechtigt nicht zählte. Nun wurde das Geschehen offener und die Gastgeber verstanden es in der Offensive zuzulegen. Mark Fayne hatte nach einem Konter das 2-1 für seine heimischen Farben auf dem Schläger, doch der Torjubel blieb den Zuschauern im Hals stecken, weil er am leeren Tor vorbeischoss. Gegenüber rettete Brodeur kurz hintereinander glänzend gegen Drew Doughty und Dustin Penner. Die Gäste waren nun wieder näher am Treffer, doch mit einem Torschussverhältnis von 22 zu 16 zu Gunsten von Los Angeles ging es in die Verlängerung.

Dort agierten beide Teams etwas zurückhaltend. Man merkte, die Wichtigkeit von Spiel 1 und die Angst, den entscheidenden Fehler zu machen. Nach sechs Minuten übernahmen die Devils die Initiative und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Zunächst scheiterte Ilya Kovalchuk, von dem vorher nicht viel zu sehen war, zwei Mal an Quick. In diese Drangperiode mit weiteren Chancen der Hausherren hinein, stahl sich Anze Kopitar(69.) frei, wurde angespielt und verwertete eiskalt alleine vor Brodeur zum 2-1 Sieg der Kings.

New Jersey muss am Samstag in Spiel 2 ein Mittel finden, wesentlich mehr Druck auf das gegnerische Gehäuse zu entfachen. Los Angeles konnte in den diesjährigen Playoffs auch den neunten Auswärtssieg in Serie einfahren und führt in der Serie mit 1-0.